Flohzirkus lebt nach 40 Jahren wieder auf

03.09.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Legden Vor 40 Jahren feierten sie die Entlassung aus der Legdener Volksschule - am Wochenende ein Wiedersehen. Von den ehemals 70 Schülern kamen 38, wobei einige aus München, dem Bayrischen Wald, der Pfalz oder Düsseldorf anreisten. Eine Schülerin hatte vor wenigen Wochen ihren Wohnsitz nach Dubai verlegt.

Die meisten ehemaligen Schüler zog es aber nicht hinaus in die Fremde, sie blieben im Umkreis von Legden wohnen. Zwei Ehen gingen aus den beiden Klassengemeinschaften hervor. Fünf Schüler verstarben bereits, ihnen wurde zu Beginn durch Schweigen gedacht. Dass mit Willi Schröer, ehemaliger Grundschullehrer, Josefine Nagel, seinerzeit Referendarin, Karl Fischer und Margret Wasmer, langjährige Leiterin der Schule, gleich vier Lehrer an dem Treffen teilnahmen, freute die ehemaligen Schüler besonders.

"Führen Sie noch einmal den Flohzirkus mit Fipps dem Floh auf, wie Sie es früher gemacht haben, wenn die Unruhe den Unterricht störte", wünschten bald einige der ehemaligen Schüler. Lehrer Schröer legte sich ins Zeug und im Nu wurde es, wie früher, mucksmäuschenstill. Alle folgten konzentriert dem fiktiven Schauspiel, um anschließend lange zu applaudieren und lauthals zu lachen. Es gab danach viel zu erzählen - von Lebensläufen, unerfüllten Träumen, Glück, Schicksalsschlägen und Visionen für die Zukunft.

Für den organisatorischen Rahmen sorgten Christa Alfert, Annemarie Kemper, Gerd Elsbröcker und Ludger Berning, auf dessen Hof im Isingort das Treffen begann.

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