Frauen feiern gelungene Premiere

Sketche im Pfarrheim

Beifall und Lachen ernteten die 13 Frauen der Theatergruppe der KFD Legden bereits zum Auftakt der Premiere ihrer neuen Sketchrevue im katholischen Pfarrheim in Legden. Dicht an dicht saßen die Besucher und freuten sich an den fröhlichen Frauen, die in feschen Dirndl und burschikosen Lederhosen auf die Bühne zustrebten. Mit einem fröhlichen Lied auf der Bühne, begleitet von Sandra Schemmer auf dem Akkordeon, lockerten sie sich und die Stimmung im Saal.

Legden

, 13.02.2017, 18:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dieser Beifall von Angehörigen, den zahlreichen Besuchern aus Legden und den befreundeten KFDs begleitete sie den ganzen Nachmittag. Teamsprecherin Mechthild Boom hatte die Begrüßung übernommen. Ihr Dank galt den Frauen der Theatergruppe, die seit Wochen übten, und deren Männern, die sie dabei unterstützt haben. "Sie haben teilweise den ganzen Haushalt eingebracht. Auf geht’s! Heute ist Theaterzeit!", gab Boom das Startzeichen für die eigentliche Sketchrevue, die nach dem musikalischen Auftakt startete. Insgesamt zehn Sketche hatten sie vorbereitet. Allerdings bat sie vorher noch die rund 200 Besucher, am Ende der Veranstaltung für den Legdener Verein der Gemeinschaft Behinderter und ihrer Freunde zu spenden.

Spiegelbilder des Alltags

Die Sketche waren Spiegelbilder des Alltags, mal auf Plattdeutsch, mal auf Hochdeutsch oder auch im sprachlichen Mischprogramm.

Zwischenmenschliche Beziehungen auf allen Ebenen wurden humorvoll beleuchtet, dafür nur zwei Beispiele. Wenn drei Frauen ungestört die Oper besuchen wollten, gab es auf dieser Bühne eine Garderobe, in der sie nicht nur ihre Pelzjacken abgeben konnten, sondern auch ihre Männer. Wie die Vögel auf der Stange hingen dort drei geparkte Männer, fein säuberlich auf Bügeln aufgehängt, sodass sie nicht weglaufen konnten. In dieser Schicksalsgemeinschaft kamen sie schnell ins Gespräch. Der eine musste ganz dringend. Dafür hatte der Schmächtigste vorgesorgt mit einem Gefäß. Der Mittlere war zu Hause auf trockenes Brot gesetzt worden. Dagegen hatte der dritte ein gutes Rezept. Seine Mettendchen teilte er mit den anderen und auch das Schnapsfläschchen machte die Runde.

"Der Nächste bitte"

Plattfragen konnte dagegen eine aufgetakelte Blondine im Wartezimmer eines Arztes. Wie ein kleines Kind fragte sie einen einbeinigen Rollstuhlfahrer, wie schwer er mit und ohne Bein wäre oder wie alt er mit und ohne Bein wäre. Letztlich ergriff der Rollstuhlfahrer die Flucht. Genauso wie der zweite, dunkelhäutige Patient. Freudig strahlend folgte sie dem Aufruf "Der Nächste bitte", denn Konkurrenz hatte sie jetzt nicht mehr. Wer auch etwas über die anderen Sketche erfahren möchte, kann sie noch einmal genießen. Heute Abend um 19 Uhr ist die letzte Vorstellung im Pfarrheim.

 

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