Frauenunion lernt Nachbarland besser kennen

LEGDEN "Die Niederlande so nah und doch so unbekannt" unter diesem Leitgedanken hat die Frauen-Union (FU) Legden-Asbeck mit Gästen aus Ahaus und Heek eine dreitägige Bildungsreise in die Niederlande unternommen.

31.03.2009, 12:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Frauenunion  lernt Nachbarland besser kennen

Nicht nur Frauen aus Legden, sondern auch aus Heek und Ahaus sind in die Niederlande gereist.

Das juristische Herz der UNO, der internationale Gerichtshof in Den Haag, war die erste Anlaufstelle der FU, die unter der organisatorischen Leitung der FU-Vorsitzenden Annette Kroschner und Irma Grefte seitens des Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerkes (DEPB) unterwegs war. In Den Haag erfuhren die politisch interessierten Frauen, dass die erste Haager Friedenskonferenz bereits 1899 zusammentrat und den ständigen Schiedsgerichtshof mit Sitz in Den Haag im gestifteten Friedenspalast beschloss. Dieser entscheidet in Rechtsstreitigkeiten zwischen Staaten durch 15 unabhängige Richter. 191 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sind derzeit berechtigt den unabhängigen Gerichtshof anzurufen.

An Parlamentssitzung teilgenommen

Anschließend besuchten die FU-Mitglieder das niederländische Parlament. Sie hatten Gelegenheit an einer Debatte teilzunehmen und die historische Bücherei in Augenschein zu nehmen. Zuvor führte eine Abgeordnete die Frauen aus Deutschland in das niederländische Parlamentswesen ein. Den Haag, früher unbedeutend, ist heute das Zentrum der politischen Macht, Wohnsitz der Königin und Standort der ausländischen Botschaften.

Über Amsterdams neuste Entwicklungen berichtete Irma Grefte bei einem Rundgang informierte. Dank der günstigen geographischen Lage entwickelte sich Amsterdam als die größte Stadt der Niederlande zum Wirtschafts- und Kulturzentrum des Landes.

Anne-Frank-Haus besichtigt Bedrückt und sprachlos waren alle beim Besuch des Anne-Frank-Hauses. Die in Deutschland lebende Familie des jüdischen Mädchens versteckte sich zwei Jahre lang in Holland, bis sie verraten und nach Auschwitz deportiert wurde. Alle Mitglieder bis auf den Vater kamen umDer beschloss später das Tagebuch seiner Tochter zu veröffentlichen: "Wer die Zukunft aufbauen will, muss die Vergangenheit kennen", argumentierte er. MPB

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