Für die Zukunft von Legden braucht es die guten Ideen aller Bürger

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Alle Legdener können mitmachen, wenn es um die Zukunft ihres Dorfes Legden geht. Sichere Mobilität und die Entwicklung von Bauland sind zwei Stichworte. Bis zum Herbst werden Konzepte entwickelt.

Legden

, 06.06.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Worte sind sperrig: Mobilitätssicherungskonzept und Quartier- und Flächenmanagement. Doch beides braucht es, um gerüstet zu sein, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Bei einer Informationsveranstaltung in der Sekundarschule hat die Gemeinde beide Konzepte vorgestellt.

„Wir müssen die Pläne in der Schublade haben, um sie im passenden Moment einsetzen zu können“, sagte Friedhelm Kleweken vor gut 20 Besuchern, darunter einigen Ratsmitgliedern. Denn aus eigener Kraft kann die Gemeinde längst nicht das finanzieren, was es braucht, um ein attraktives Dorf zu sein. Da müsse man immer aktuell auf Fördermöglichkeiten reagieren können.

Für die Zukunft von Legden braucht es die guten Ideen aller Bürger

Dr. Frank Bröckling ist Geschäftsführer von Planinvent. © Ronny von Wangenheim

Dr. Frank Bröckling, Geschäftsführer von Planinvent und auch durch die Regionale mit Legden vertraut, erläuterte das Vorgehen. Bis zum Herbst soll es für das Mobilitätssicherungskonzept Fokusrunden geben, in die Bürger einbezogen werden sollen. Dabei sind zum einen Kinder und Jugendliche gefragt, zum anderen Senioren.

Schulparlament einschalten

Hier sollen bereits konkrete Maßnahmen entwickelt werden. Aus den Reihen der Zuhörer wurde vorgeschlagen, beispielsweise das Schulparlament der Brigidenschule zu hören oder im Jugendhaus Pool die Jugendlichen nach ihren Wünschen zu fragen.

Eigenständige Mobilität zu sichern, eine größtmögliche verkehrsinfrastrukturelle Sicherheit zu schaffen und Barrierefreiheit zu stärken – das sind drei Punkte, die hier angesprochen werden. Als Beispiel nannte Frank Bröckling einen Kinderwegeplan, wie er in Rohrbach bei Heidelberg entwickelt wurde. Er erläuterte, dass auch die Polizei ins Boot geholt werden solle.

Die Ansprüche, so erläuterte er weiter, werden sich verändern. Bröckling nannte nur die neuen Elektro-Tretroller als Beispiel. Immer Thema wird die Barrierefreiheit sein. Was da möglich sei wird? Bröckling: „Wir werden ins Asbeck keinen Beton ausgießen können.“ Genau das Kopfsteinpflaster in Asbeck nannte dann Claudia Kröger, Vorsitzende der Frauen Union, als ein wichtiges Thema. Ältere Menschen könnten nur schwer zu Volksbank, Metzger oder Kirche kommen.

„Das Dorf ist attraktiv“

Wie sich Legden sich entwickelt, darum geht es auch beim Quartier- und Flächenmanagement. „Das Dorf lebt, es ist attraktiv“, so Frank Bröckling. Damit das so bleibt, muss eine Strategie ausgearbeitet werden. Als erstes geht es um eine Analyse. Wie viele Fläche gibt es theoretisch für eine Nachverdichtung im Dorf selbst? Wie kann man den Besitzern von Hinterland helfen, Möglichkeiten einer Bebauung zu klären? Das sind Ansätze. Frank Bröckling weiter: „Der Klimawandel ist hier ein Thema, wo man sich positionieren kann und was man machen muss.“

Es muss auch Angebote geben, beispielsweise für ältere Menschen, die aus ihrem zu groß gewordenem Haus ausziehen wollen. Umzugsmanagement ist hier das Stichwort. Und für jüngere Menschen könne beispielsweise ein Programm wie „Jung kauft Alt“ attraktiv sein.

Zu viele Fahrräder werden geklaut

Erste Ideen kamen bereits am Dienstagabend. Rebecca Brüggemann mahnte an, dass es am Bahnhof keine sicheren Einstellplätze für Fahrräder gibt und dort täglich Fahrräder geklaut werden. Daniela Kersting hofft, dass die Mitfahrerbank noch attraktiver gemacht wird, damit sie endlich auch gut angenommen wird. Und die Bewohnerin des Altenwohnhauses wünschte sich, dass die Bürgersteige vor allem im Bereich der Sparkasse breiter werden.

Zeitplan und Kontakte

  • Bis zu den Sommerferien sollen die Fokusrunden laufen.
  • Nach den Sommerferien sind Workshops geplant.
  • Im Herbst könnten die Konzepte fertig sein und in den politischen Gremien der Gemeinde vorgestellt und beschlossen werden.
  • Wer Ideen zu den beiden Themen hat, kann sich wenden an:
    Dr. Frank Bröckling, Planinvent. Tel. (0251), E-Mail: broeckling@planinvent, oder bei der Gemeinde Legden an Matthias Nettels, Tel. (02566) 91 02 46, E-Mail: matthias.nettels@legden.de
    Für die Zukunft von Legden braucht es die guten Ideen aller Bürger

    Matthias Nettels ist bei der Gemeinde Legden für die beiden Konzepte Ansprechpartner. © Ronny von Wangenheim

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