Lisa Wissing, Volontärin der Redaktion der Münsterland Zeitung, hat sich mit einem Budget von 25 Euro ein Fan-Outfit zusammen gestellt. © Anne Winter-Weckenbrock
Fußball-EM

Fußballfieber steigt: Verkauf von Fanartikeln nimmt langsam zu

In diesem Jahr lässt die EM-Euphorie noch auf sich warten. Die bekannten Bilder von Auto-Fähnchen sind eine Seltenheit geworden. Bernd Horn merkt aber, dass der Verkauf langsam Fahrt aufnimmt.

Trikots, Shirts und Bälle werden schon fleißig im Sportbedarf gekauft: Nun sind die klassischen Fanartikel dran. Der Verkauf nimmt aber erst jetzt so richtig Fahrt auf. Zu Anfang hielt sich das Interesse für das Großturnier in Grenzen. Das liegt nicht zuletzt an der Corona-Pandemie. „Die Niederlage im ersten Spiel der deutschen Nationalelf spielt dabei auch eine Rolle“, findet Bernd Horn.

Passendes Outfit zum Public Viewing ist nicht mehr Priorität

Er ist der Filialleiter des Edeka Steiner in Legden. Damit ist er einer der wenigen, der in der Gemeinde überhaupt Fanartikel verkauft. Die Nachfrage für das erste Spiel war aber gering. Das passende Outfit zu tragen, war für viele alles andere als eine Priorität. Auch die sonst so hohe Nachfrage an Artikeln für einen Grillabend zum Fußballspiel sei niedriger, so Horn.

Die typischen Fanartikel, wie Bälle und Schminke sind bereits ausverkauft. Bernd Horn, Filialleiter des Edeka Markts in Legden, hat aber noch weitaus mehr Fanartikel parat.
Die typischen Fanartikel wie Bälle und Schminke sind bereits ausverkauft. Bernd Horn, Filialleiter des Edeka Markts in Legden, hat aber noch weitaus mehr Fanartikel parat. © Lisa Wissing © Lisa Wissing

Die Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften sind eigentlich Veranstaltungen, die normalerweise für einen Umsatzschub im Handel sorgen sollten. Das klappt in diesem Jahr eher schleppend. Gefüllt sind die Aufsteller der Geschäfte mit Fanartikeln der Nationalelf aber trotzdem. Die sonst so bekannte Fußball-Euphorie nimmt ebenfalls zu – nur sehr langsam.

Klassiker waren dennoch als erstes ausverkauft

Der Sieg gegen Portugal ist für den Filialleiter ein möglicher Auslöser. „Die Kunden haben schon angefangen, mehr zu kaufen“, erzählt Bernd Horn. Klassische Artikel wie Bälle und Fanschminke waren als erstes weg. Ebenfalls die schwarz-rot-goldenen Blumenketten. Auto-Fähnchen und Armbänder seien auch gut im Rennen, sagt der Filialleiter.

Doch nicht nur Artikel rund ums Fan-Outfit laufen langsam an: Der Verkauf von Bier, Chips und allem, was beim Fußballabend dazu gehört, steigt. „Die Menschen sind wieder ausgelassener“, meint er. Seiner Vermutung nach werden die Kunden in Kaufstimmung sein, wenn Deutschland die Gruppenphase überstanden habe.

Kunden sind auch noch nicht in EM-Stimmung

Er selbst sei noch nicht in der Stimmung für ein Outfit voller Deutschland-Flaggen. Damit ist er aber nicht allein: Viele Kunden kommen ohne Fanartikel aus dem Lebensmittelmarkt. „Ich persönlich kaufe keine Artikel, aber für die Kinder haben wir ein paar. Die sind aber von der letzten Weltmeisterschaft“, erzählt zum Beispiel Marco Eimann mit einem Lachen im Gespräch mit der Redaktion.

Der Großteil der Kunden ist aber gar nicht am Fußball-Geschehen interessiert, sowie Lara Lindemann: „Ich kaufe nie Fanartikel, auch nicht für diese EM.“ Der gleichen Meinung ist Justin Becker. Er ist laut eigener Aussage alles andere als fußballinteressiert.

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