Geplanter Kunstrasenplatz in Legden: Die CDU bringt eine dritte Variante ins Spiel

mlzFußballvereine Legden

Eigentlich sollte es im Sportausschuss darum gehen, was die beiden Fußballvereine von den zwei Varianten für einen Kunstrasenplatz halten. Dann brachte die CDU-Fraktion eine dritte ins Spiel.

Legden

, 05.03.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der geplante Kunstrasenplatz ist ein millionenschweres Projekt. In der Sitzung des Sportausschusses am Montag sollte es darum gehen, was die beiden Fußballvereine – SuS Legden und FC Germania Asbeck – von den bisherigen Planungen halten. Die Vorsitzenden Christian Dieker und Helmut Reckers hatten gemeinsam eine Stellungnahme erarbeitet.

Vereinsvorsitzende befürworteten Kunstrasen auf dem Hauptplatz

Demnach würden die Vereine gemeinsam die Errichtung des Kunstrasenplatzes auf dem Hauptplatz – also Platz eins, mit umlaufender Kunststofflaufbahn die ebenfalls erneuert wird – befürworten. Die Vorsitzenden hatten eine ausführliche Liste von Vor- und Nachteilen angehängt, bei der schon optisch klar wurde: Platz eins bietet viele Vorteile als Kunstrasenplatz, Platz zwei bietet viele Nachteile als solcher.

Dennoch. „Wir bringen Variante drei ins Spiel“, eröffnete Gabriele Uppenkamp (CDU) die Diskussion: Platz eins sollte mit einer neuen Tartanbahn umgeben werden, aber Rasenplatz bleiben. Und Platz zwei sollte zum Kunstrasenplatz umgebaut werden. „Das gäbe auch andere Fördermöglichkeiten, man könnte zweimal Mittel bekommen“ stellte Gabriele Uppenkamp in Aussicht.

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Ihr Fraktionskollege Andreas Mathmann erklärte, auf welcher Grundlage Variante drei entstanden sei: Er habe mit vielen Fußballern und Fußballinteressierten gesprochen und erfahren: „Die wollen die erste Mannschaft auf Rasen sehen.“ Kunstrasenplätze würden hauptsächlich zu Trainingszwecken genutzt, und deswegen sollte der Hauptplatz weiterhin ein Rasenplatz bleiben. Und dort sollten die Meisterschaftsspiele ausgetragen werden.

Statements von Fußballern brachten CDU auf Idee für dritte Variante

„Sie unterstellen dem Vorstand, dass er nicht weiß, was Fußballer wollen?“, fragte Sigrid Gosling (SPD). Der Vorstand sehe die Infrastruktur, antwortete Andreas Mathmann. Aber er sei auf Leute zugegangen und habe sie nach Statements gefragt – und habe eben diese Antworten bekommen, die die CDU zu Variante drei gebracht hätten.

„Hut ab vor den Vereinen, wie die damit umgegangen sind“, kommentierte Gerd Heuser (UWG) die ausführliche und gemeinsame Stellungnahme der Vereine und erntete allseits Zustimmung. Nur: „Was sagt denn der SuS dazu, wenn das wieder von vorne losgeht?“, fragte er in die Runde. Abgeneigt war der Variante drei gegenüber im Ausschuss niemand – nur lag ja die deutliche Stellungnahme der Vorsitzenden vor. Da traf es sich gut, dass der SuS am 20. März seine Mitgliederversammlung abhalten wird, wie Bürgermeister Friedhelm Kleweken einwarf.

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Letztlich erhielt die Gemeindeverwaltung den Auftrag, ein Stimmungsbild bei SuS und Germania einzuholen und das Votum der SuS-Mitgliederversammlung abzuwarten. Ausschussvorsitzende Martina Schrage betonte: „Die Botschaft steht: Es gibt einen Kunstrasenplatz und eine neue Tartanbahn.“ Nur der Weg dahin solle noch überdacht werden. Und, so fügte Schrage hinzu, Variante drei wäre nur eine Alternative, „wenn sie nicht förderschädlich ist.“

Haushaltsansatz von 1,2 Millionen Euro bleibt bestehen

Die Verwaltung soll nun die Fördermöglichkeiten abklopfen. „Der Haushaltsansatz von 1,2 Millionen Euro bleibt“, betonte der Bürgermeister. „Aber es ist ja legitim, in alle Richtungen zu denken.“

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