Andrea Terwey, Leiterin des St.-Margareta-Kindergartens (l.), und Verbundleiterin Nora Göcke auf der Baustelle: Der zur Kirche hin liegende Gebäuderiegel der Kita wird um eine Etage aufgestockt. © Anne Winter-Weckenbrock
Kita St. Margareta

Großbaustelle: Kinder der St.-Margareta-Kita finden es spannend

Eine Baustelle bei laufendem Betrieb – die Kinder der St.-Margareta-Kita finden es spannend. Arbeitshosen und T-Shirts oder Pullover mit Bagger-und-Co-Motiven sind gerade sehr angesagt.

Die Großbaustelle auf der Stiftsstraße ist nicht zu übersehen. Ein Kran ragt in die Höhe, Gerüste sind am Kindergarten St. Margareta aufgebaut, die Fassade war einmal. Im Herbst sind die Erweiterungsarbeiten gestartet.

Der Teil des Kindergartengebäudes zur Kirche hin wird um eine Etage aufgestockt. Es gab mehr Bedarf an Kindergartenplätzen. Das Gebäude, 1974 gebaut, wurde in den vergangenen Jahren schon hier und da umgebaut, jetzt gibt es die große, rund 800.000 Euro teure Lösung.

Ein Gruppenraum, ein Waschraum, ein Schlafraum, ein Differenzierungsraum, ein Personalraum und ein Abstellraum entstehen. Etwa ein Jahr sollen die Arbeiten nach Plan dauern. Der Kindergartenbetrieb geht weiter. Die Kinder finden das spannend, wie Einrichtungsleiterin Andrea Terwey erzählt: „Die Fenster sind die beliebtesten Plätze.“

Kinder der St.-Margareta-Kita finden Baustelle spannend

Es gibt einiges zu sehen, und die Kinder sind durchaus angetan von Baukran, Betonmischer und Co: „Viele kommen jetzt in Arbeitshosen und haben T-Shirts mit Baggern oder Raupen an“, erzählt sie schmunzelnd. Die Kita hat reagiert und ihre Spiele und Bücher zum Thema Baustelle aufgestockt. „Und die Bauecke ist auch attraktiver geworden“, so Terwey.

Neues entsteht neben historischem Gemäuer: Der Kindergarten schließt direkt an einen der Speicher der Hunnenporte (links) an.
Neues entsteht neben historischem Gemäuer: Der Kindergarten schließt direkt an einen der Speicher der Hunnenporte (links) an. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

29 Kinder verbringen ihre Kindergartentage während der Bauphase in Containern. „Die sind natürlich etwas hellhöriger“, sagt Verbundleiterin Nora Göcke. Die Kinder gingen unbedarft mit dem Provisorium um: „Tiki-Taki-Tuki-Haus“ haben sie den Container genannt.

Nach der Erweiterung bietet die katholische Kita Platz für vier Gruppen, eine davon wird wie schon lange im benachbarten Jugendheim untergebracht sein. Aktuell ist die Einrichtung schon bei 3,5 Gruppen zahlenmäßig. Zwölf Mitarbeiterinnen und eine Auszubildende sind in der Kita beschäftigt.

Bedarf an Kindergartenplätzen ist gestiegen

„Der Bedarf ist gestiegen“, betont Nora Göcke. Jetzt besuchen 58 Kinder die Asbecker Kita, ab Januar werden es 63 sein. Während der Bauzeit steht ein kleinerer, provisorischer Spielplatz auf dem Außengelände zur Verfügung. Gegessen wird nach wie vor in der Oase an der Kita. Auch die Nachfrage nach einem Mittagessen steige. Knapp 40 Kinder könnten das Angebot wahrnehmen, sagt die Verbundleiterin.

Nun, im zweiten Lockdown wegen der Corona-Pandemie, sind nicht mehr viele Kinder zur Betreuung in der Kita. Es wechselt von Tag zu Tag, „aber es sind höchstens acht Kinder da“, sagt Andrea Terwey. „Wir haben ein gutes Miteinander mit den Eltern“, betont Nora Göcke. Am Sonntag nach der Verkündung des Lockdowns sei eine Mail an die Eltern gegangen, und am Montag seien gleich viele Kinder zu Hause geblieben.

Noch einige Monate wird es eine Großbaustelle an der Stiftsstraße im Asbecker Ortskern geben.
Noch einige Monate wird es eine Großbaustelle an der Stiftsstraße im Asbecker Ortskern geben. © Anne Winter-Weckenbrock © Anne Winter-Weckenbrock

Auch wenn nur ein Kind pro Gruppe kommt – es wird einzeln betreut, um Kontakte zu reduzieren. Aber auch das geht: „Ich glaube nicht, dass hier ein Kind traurig raus geht“, betont die Einrichtungsleiterin.

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