Guter Rat liegt so nah

Legden Die Einschulung ist eine Zäsur im Leben - nicht nur für die i-Männchen, sondern auch für ihre Eltern. Um Familien diesen Einschnitt zu erleichtern, bietet die "MeiLe", die neue Anlauf- und Kontaktstelle in Legden, nach den großen Ferien allen Interessierten kostenlos Begleitung, Beratung und Austausch an, damit erst gar keine größeren Probleme entstehen.

04.06.2008, 12:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Hell, freundlich und offen für neue Ideen und unkonventionelle Lösungen: Die Anlauf- und Kontaktstelle für Rat suchende Familien in Legden, die MeiLe, besichtigten Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Kreises.  Bütterhoff</p>

<p>Hell, freundlich und offen für neue Ideen und unkonventionelle Lösungen: Die Anlauf- und Kontaktstelle für Rat suchende Familien in Legden, die MeiLe, besichtigten Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Kreises. Bütterhoff</p>

"Wir wollen Eltern helfen, die richtige Balance zu finden zwischen Begleitung und Unterstützung der Kinder auf der einen Seite, aber auch Verantwortung, Grenzen und Konsequenzsetzung auf der anderen Seite", erläutert Ruth Rösing, Abteilungsleiterin des Fachbereichs Jugend und Familie des Kreises, Schulen beobachteten nämlich zunehmend, dass diese elterlichen Fähigkeiten verloren gingen. Dass es sich bei dem neuen Projekt, das die MeiLe in enger Zusammenarbeit mit der Legdener Grundschule durchführt, um eine gute Idee handelt, hat der Jugendhilfeausschuss des Kreises bestätigt. Das Gremium, das 2006 den Anstoß zur Gründung der MEiLe gegeben hat, informierte sich jetzt vor Ort über die Arbeit der im Dezember vergangenen Jahres eröffneten Anlauf- und Kontakstelle in der Kirchstraße - die vierte kreisweit.

"Menschen in Legden"

Der Name ist Programm: "Menschen in Legden", wie die MeiLe ausgeschrieben heißt, versteht sich als Hilfestellung für alle Rat suchenden Menschen in Legden, insbesondere für Familien. Damit aus kleineren Schwierigkeiten im Alltag erst gar keine großen Problemlagen erwachsen, biete die MeiLe Unterstützung an - spezielle Projekte wie das für die Schulstarter, aber auch Einzelberatung.

Das Besondere sowohl an der MeiLe als auch an der bereits vier Jahre zuvor gegründeten Anlauf- und Kontaktstelle im benachbarten Schöpppingen (im Haus Sasse): Der Kreis Borken arbeitet dort mit freien Trägern der Jugendhilfe zusammen: dem Caritasverband, dem Eylarduswerk, der evangelischen Jugendhilfe, der familientherapeutischen Praxis Zweers, der PariSozial, einer gemeinnützigen Anbieterin von Erziehungshilfen, und dem JFB, Jugend und Familienbildungswerk. So unterschiedlich die Mitwirkenden auch sind, alle verfolgen dasselbe Ziel: frühzeitig Familien mit Kindern und Jugendlichen wirksame Angebote ortsnah zu machen.

Zusammenarbeit

Möglichst breit aufgestellt ist nicht nur das Team, das in Rat- und Hilfesuchenden in der MeiLe betreut, sondern auch das Netzwerk der Partner. So habe das Team bereits Kontakte mit den Grundschulen, der Hauptschule und dem Jugendhaus Pool aufgenommen.

Die Betreuung der Familien der Erstklässler nach den Sommerferien ist ein erstes konkretes Projekt, das daraus bereits erwachsen ist. Weitere werden folgen, stellt Rösing in Aussicht. sy-

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