Warum es an der Hauptstraße in Legden weniger Knöllchen geben wird

mlzParkplätze

Parkende Autos vor der Hubertus-Apotheke in Legden waren die Regel. Genauso regelmäßig wunderten sich Autofahrer über ein Knöllchen. Das wird jetzt nicht mehr passieren.

Legden

, 24.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das „P“ ist nicht zu übersehen. Jeder Parkplatz an der Hauptstraße zwischen Vikar-Entrup-Straße und der Kreuzung Kirch-/Königstraße ist jetzt deutlich gekennzeichnet. Damit hat die Gemeinde Legden auf die Kritik und einen Auftrag aus der Politik reagiert. So wurde in alle Parkplätze, die durch blanke Pflasternägel gekennzeichnet sind, zusätzlich ein großes „P“ ins Pflaster gesetzt.

Versehentlich falsch parken dürfte damit nicht mehr möglich sein. Neu ist, dass vor der Apotheke zwei Kurzzeitparkplätze eingerichtet wurden, die zusätzlich durch ein Schild gekennzeichnet sind. 15 Minuten darf man hier parken. Zeit genug, um beim Arzt ein Rezept abzuholen oder in der Apotheke oder beim Bäcker einzukaufen.

Knöllchen auch für Lieferanten der Apotheke

Zeit genug auch für die Lieferanten, die bis zu achtmal täglich die Hubertus-Apotheke anfahren. Auch sie hatten in der Vergangenheit das eine oder andere Knöllchen kassiert. Apothekerin Petra Hruby hatte mit einem Antrag an die Gemeinde Legden bereits im vergangenen Jahr gefordert, dass die Parkplatzsituation geändert werden müsse.

Ein Blick zurück. 2017 wurde die Hauptstraße in diesem Bereich neu und barrierefrei gestaltet. Die Aufenthaltsqualität sollte so erhöht werden. Auf der Südseite gibt es seitdem Parkplätze, die durch kleine Markierungsnägel beschränkt sind. Auf der Nordseite sind unmittelbar an der Kreuzung zur Königstraße zwei Behindertenparkplätze ausgewiesen. Ansonsten durfte hier nicht geparkt werden.

Bäume suggerieren echte Parkbuchten

Aber das taten Autofahrer tagtäglich. Straßenbäume und Fahrradständer sorgten dafür, dass hier Parkbuchten wahrgenommen wurden. Nur wer genau hinsah, bemerkte, dass auf dieser Seite die Pflasternägel als Markierung fehlten. Und es gab Knöllchen, die keiner verstand.

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Petra Hruby hat immer wieder die Situation erklärt und Autofahrern Bescheid gesagt. Und viel Unmut abbekommen. 2018 wollte sie mit ihrem Antrag erreichen, dass auf beiden Seiten geparkt werden darf. Sie hätte lieber mehr als weniger Parkplätze gesehen.

Guter Kompromiss

Wichtig war ihr vor allem, dass ihre Apotheke für Kunden und Lieferanten schnell erreichbar ist. Jetzt, ein paar Tage nach den Nachbesserungsarbeiten, sagt sie angesichts der beiden Kurzzeitparkplätzen vor der Tür: „Ich kann mit dem Kompromiss gut leben.“

Uneingeschränkt parken darf man auch auf den anderen Parkplätzen nicht. Hier sind tagsüber maximal zwei Stunden erlaubt. „Sonst haben wir hier schnell Dauerparker“, so Bürgermeister Friedhem Kleweken. Bisher wurde bei Kontrollgängen wegen der nicht ganz eindeutigen Situation schon mal ein Auge zugedrückt und der Autofahrer kam mit einer Belehrung davon.

Warum es an der Hauptstraße in Legden weniger Knöllchen geben wird

Zwei Kurzzeitparkplätze sind jetzt vor der Apotheke eingerichtet worden © Markus Gehring

„Jetzt müssen sich alle daran halten“, sagt Kleweken. Der Bürgermeister appelliert an die Legdener: „Auch im Sinne des Klimaschutzes sollte jeder wenn möglich mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sein.“ Fahrradständer sind auf jeden fall reichlich vorhanden.

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