Dem Shetlandpony Betty wurde eine Schlinge um den Hals gelegt. © Privat
Meinung

Hausfriedensbruch in Stall und Tierquälerei: „Schließt Ställe nachts ab!“

Man fragt sich, was in einem Menschen vorgeht, der Tiere quält. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man Ställe nachts abschließen und Kameras installieren, findet unsere Redakteurin.

Eigentlich ist es müßig, sich über etwas aufzuregen, dass ganz offensichtlich einfach nur falsch ist. Ich meine, dazu kann es doch keine andere Meinung geben, als: Man quält keine Tiere, richtig? Offenbar sehen das nicht alle Menschen so, sonst hätte niemand Pony Betty so gequält.

Das angebundene Pony, das in Legden eine Schlinge um den Hals hatte – und zwar so stramm, dass es sich bei der kleinsten Bewegung erdrosselt hätte, hatte laut Andrea Westhoff noch Glück im Unglück. Äußerlich waren keine Spuren zu sehen, aber niemand konnte sagen, wie lange das 16 Jahre alte Tier schon dort stand, unfähig sich zu bewegen.

Unbefugtes Betreten eines Stalls ist eine Straftat

Zu allem Überfluss wurde die Tränke des Ponys auch noch zerstört, die arme kleine Stute konnte nichts trinken, über eine wer weiß wie lange Zeit. Gut und schön, dem Pony geht es den Umständen entsprechend gut, laut Aussage des Tierarztes. Aber was ja niemand weiß: Was hat der unbekannte Täter bitte damit bezweckt? Und: Was hat er in der Nacht noch mit dem Tier angestellt? Wollen wir für das kleine weiße Pony Betty hoffen, dass es nicht noch schlimmeres erleiden musste.

Außerdem ist das unbefugte Betreten eines Stalls Hausfriedenbruch, also eine Straftat. Ich bin schon lange dafür, dass man Ställe abschließt und Kameras installiert. Auch Tiere brauchen Sicherheit.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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