Heimatverein

Heimatverein ruft auf, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar möchte der Heimatverein Legden an die Schicksale der jüdischen Opfer erinnern. Die Stolpersteine bieten einen Ort dafür.
Im Dezember 2008 wurden die Stolpersteine an der Kirchstraße in Legden verlegt. © privat

Der Heimatverein ruft auf, am Mittwoch, 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, einen Moment inne zu halten. Im vergangenen Jahr fand eine Veranstaltung im Haus Weßling statt mit Vorträgen von Hermann Löhring, Alexander Scharlau und Heinz Kroschner sowie Ausschnitten aus Lehrfilmen über die Deportation aus dem Münsterland nach Riga in das dortige Ghetto.

Diese Reihe sollte in diesem Jahr fortgesetzt werden, muss aber coronabedingt ausfallen, bedauert der Verein in einer Pressemitteilung. Der Heimatverein schlägt den Bürgern eine andere Möglichkeit des Erinnerns, insbesondere an die Schicksale der jüdischen Opfer aus Legden, vor.

Stolpersteine sind Orte der Erinnerung

Im Gehweg vor dem Haus Hauptstraße 22 und vor dem Haus Kirchstraße 18 sind sogenannte Stolpersteine verlegt. Der Verein empfiehlt den Menschen, beim Spaziergang diese Orte aufzusuchen und sich die Namen und Daten auf den Stolpersteinen anzusehen und für einen kurzen Moment zu verweilen.

Den Gedenktag hatte der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog im Jahr 1996 eingeführt. „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen“, sagte Herzog damals zum Tag der Befreiung des größten Vernichtungslagers des Nazi-Regimes durch die Rote Armee.

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