Hilfe und Rat aus einer Hand

Kompetenzzentrum Demenz

„Wir wollen die älteren Menschen so lange wie möglich zu Hause zu halten“, erklärt Dr. Volker Schrage, Facharzt für Allgemeinmedizin, Gesundheitsförderung und Prävention. Dazu habe das Präventions- und Gesundheitszentrum in Legden vielfältige Leistungen angedacht, die Menschen mit Demenz angeboten werden sollen.

LEGDEN

12.10.2011, 15:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Kompetenzzentrum Demenz im Präventions- und Gesundheitszentrum ist Anlaufstelle und koordiniert Hilfen. Von links: Matthias Wittland, Abteilungsleiter der Caritas Pflege und Gesundheit, Martina Schrage, stellvertretende Bürgermeisterin Legdens, und Dr. Volker Schrage, Facharzt für Allgemeinmedizin, Gesundheitsförderung und Prävention.

Das Kompetenzzentrum Demenz im Präventions- und Gesundheitszentrum ist Anlaufstelle und koordiniert Hilfen. Von links: Matthias Wittland, Abteilungsleiter der Caritas Pflege und Gesundheit, Martina Schrage, stellvertretende Bürgermeisterin Legdens, und Dr. Volker Schrage, Facharzt für Allgemeinmedizin, Gesundheitsförderung und Prävention.

Sämtliche Dienstleister arbeiten gleichberechtigt zusammen, etwa die behandelnden Ärzte und ambulanten Pflegedienste, betont Schrage. Das Präventions- und Gesundheitszentrum mit seinem Kompetenzzentrum Demenz übernehme dabei die Funktion der Anlaufstelle und koordiniere die konkreten Hilfen. „Menschen, die die Diagnose Demenz bekommen haben, sollen alle Leistungen aus einer Hand angeboten bekommen“, sagt Matthias Wittland, Abteilungsleiter von der Caritas Pflege und Gesundheit. Das besondere an dem Präventions- und Gesundheitszentrum Legden sei die Dichte der Hilfsangebote und deren Nachhaltigkeit, getragen durch ein starkes Netzwerk. „Wir haben hier bereits einen bunten Strauss von Angeboten und wollen weitere Hilfen bedarfsgerecht ausbauen.“

Geplante Maßnahmen seien etwa Angebote alltagsnaher Dienstleistungen, die Sensibilisierung und Schulung von Angehörigen oder der Einsatz von telemedizinischen Instrumenten wie etwa der „Pillen-Box“ oder des Care-Pads. Präventive Trainings der kognitiven Leistung sollen auch schon jüngeren Menschen angeboten werden. „Durch Anpassung des Lebensstils kann bestimmten Formen der Demenz vorgebeugt werden“, so Schrage. Zu dem „bunten Strauss“ zählen zudem auch die Weiterbildung von Pflegefachkräften und die Schulung ehrenamtlicher Demenzbegleiter.

„Wir brauchen unbedingt auch Laienhelfer, um optimal versorgen zu können“, betont Wittland. Auch Dienstleister etwa aus der Gastronomie oder dem Einzelhandel sollen über Demenz informiert werden, um auf auffällig gewordene Kunden helfend reagieren zu können. „Wir wollen in der Laborsituation unserer kleinen Kommune ein Modell entwickeln, was auch auf andere Regionen im Land übertragbar sein soll“, erklärt Martina Schrage, stellvertretende Bürgermeisterin von Legden. Dabei soll die Teilhabe von Menschen mit Demenz in allen Stadien ihrer Erkrankung gefördert werden die Akzeptanz für diese Erkrankung in der Gesellschaft steigen.

„Schließlich gehen wir mit unserem Projekt ein gesellschaftliches Problem an, was früher oder später aufgrund der demografischen Entwicklung die meisten anderen Kommunen auch treffen wird.“ Die vielfältigen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Betroffene mit entsprechenden Hilfemaßnahmen eine möglichst hohe Lebensqualität erreichen können.www.kompetent-zuverlaessig-immer.de

Lesen Sie jetzt