Die Gemeinde könne im Moment nicht viel tun, hoffe aber doch noch darauf, dass sich die Situation an der Ahauser Straße verbessere. © Stephan Rape
Nachfrage im Rat

Hundekot ärgert Legdener, doch die Verwaltung kann nicht viel tun

Dass sich einige Hundebesitzer wohl nicht um den Dreck ihrer Tiere kümmern, geht vielen Legdenern ziemlich gegen den Strich. Doch die Verwaltung könne nicht viel tun, auch weil Personal fehle.

Einigen Legdenern stinkt‘s gewaltig. Entlang der Ahauser Straße ungefähr von der Fußgängerampel weiter in Richtung Dorf mehren sich die Hundehaufen.

Der Legdener Bernhard Mathmann machte mit einer Bürgeranfrage in der Ratssitzung am vergangenen Montag seinem Ärger Luft. Er sprach von regelrechten Flatschen, die sich dort verteilten. „Ein echtes Sch…-Problem“, sagte er. Was könne man dagegen tun? Wie könne die Gemeinde dem begegnen?

Damit überraschte er die Verwaltung nicht: „Das Problem ist uns bekannt. Wir haben schon mehrere Eingaben dazu bekommen. Telefonisch wie schriftlich“, erklärte Bürgermeister Dieter Berkemeier.

Paar reagierte bisher nicht auf deutliche Ansprache

In der Ratssitzung grenzte sich der Verdacht auch bereits auf Verursacher ein. Ein Paar gehe dort täglich mit den Hunden spazieren, reagiere aber nicht auf eine Ansprache. „Das habe ich mehrfach versucht, aber da kommt überhaupt keine Reaktion“, erklärte SPD-Ratsfrau Maria Lutter. Auch Bernhard Mathmann hatte Ähnliches geschildert.

Doch das Problem scheint für die Verwaltung erst einmal schwierig zu lösen. „Uns sind die Hände gebunden“, sagte Dieter Berkemeier. Im Nachhinein sei ein Hundehaufen natürlich nicht mehr den Verursachern zuzuordnen. Einzig, die Hunde mit ihren Besitzern in flagranti zu erwischen, würde eine Verfolgung ermöglichen. „Aber uns fehlt das Personal, dies ständig und überall zu kontrollieren“, fügte der Bürgermeister hinzu. Daher wurden bisher auch noch keine Verwarnungen ausgesprochen oder Bußgelder verhängt.

Hundehalter müssen Hinterlassenschaften beseitigen

Insgesamt seien natürlich die Hundehalter verantwortlich, den Dreck, den ihre Tiere hinterlassen, auch wieder zu entfernen. Ob das nun über aufgestellte Hundebeutelspender erfolgen muss, ließ der Bürgermeister offen. „Eigentlich müsste ja jeder Hundebesitzer ein paar Beutel in der Tasche haben“, sagte er. Daran könne es nicht scheitern.

Silke Meß (UWG) hatte zuvor noch gefordert, dass auch in Legden mehr Spender für Hundekotbeutel aufgestellt werden müssten. Das ginge in anderen Städten ja auch. „Schließlich zahlen die Hundebesitzer ja auch Hundesteuer“, sagte sie. Doch das verhallte.

Im Zweifel seien auch die jeweiligen Anlieger dafür zuständig, den Gehweg sauber zu halten. Schließlich liege bei dem die Pflicht zur Straßenreinigung. „Und Hundekot ist – wenn auch ekliger – nichts anderes als Müll“, erklärte Dieter Berkemeier. Er appelliere an jeden Hundehalter, seinen Pflichten nachzukommen. So lange sich bei denen aber keine Einsicht einstelle, passiere auch nichts.

„Mit Appellen kommen wir aber hier ja offensichtlich nicht weiter“, hielt Bruno König (UWG) dagegen. Und das nur deshalb, weil sich Menschen nicht an Regeln halten würden. Bürgermeister Dieter Berkemeier versuchte es mit einem Kompromiss. Er wolle noch einmal mit den betreffenden Personen sprechen und hoffe auf Besserung. Damit war das Thema – zumindest in der Ratssitzung – erst einmal vom Tisch.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
Zur Autorenseite
Stephan Rape

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.