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Im Garten von Elsbeth Althaus können Besucher 170 verschiedene Rosensorten entdecken

mlzLegdener Gartentage

Elsbeth Althaus liebt Rosen. Überall in ihrem Garten blühen sie in großer Pracht. Und viele duften auch wunderbar. Für die Gartentage öffnet sie erstmals ihren Garten für die Öffentlichkeit.

Legden

, 10.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Wohin zuerst sehen? Zu den großen, roten Rosenblüten, den kleinen Heckenröschen oder doch nachschauen, wie weit die Erdbeeren sind? Es gibt viel zu entdecken bei Elsbeth Althaus – und nicht nur Blumen. Jetzt öffnet sie ihren Garten für alle Naturfreunde bei den Gartentagen 2019. Am Wochenende, 29. und 30. Juni, lädt Touristik Legden & Asbeck ein, insgesamt fünf Gärten zu besuchen.

Der Garten von Elsbeth Althaus ist wie geschaffen für diese Veranstaltung, die es in Legden zuletzt 2016 gab. Immerhin 170 Rosensorten hat die 80-Jährige im Laufe der Jahre gepflanzt. Das weiß sie genau, weil sie Buch führt über ihre Rosen. Stauden, Beeren oder Steinpflanzen dürfen einfach so wachsen.

„Irgendwas blüht immer.“
Elsbeth Althaus

„Der Garten ist meine Leidenschaft“

Wenn sie unterwegs ist, so erzählt die Legdenerin, dann muss schon mal ein Abstecher zu einem Rosencenter eingelegt werden. „Der Garten ist meine Leidenschaft“, sagt sie. Vor allem, seitdem sie vor rund 13 Jahren das Töpfern aufgegeben hat. Bis dahin hat Elsbeth Althaus viel Zeit mit Ton und Glasurfarben verbracht, die Ergebnisse auf vielen Märkten verkauft. Einige Werke aus dieser Zeit sind noch im Garten zu sehen. Dekorieren – auch das mag sie.

Die Leidenschaft hat sich über die Jahre entwickelt. Elsbeth Althaus schlägt den kleinen Pfad ein, der zum Gemüse führt. Salat, Zwiebeln, Kartoffeln, Erbsen, Porree, Bohnen, Spinat und Kräuter wachsen hier. „Früher war hier alles Gemüse“, sagt sie uns zeigt mit einer großen Armbewegung um sich herum. Doch die vier Kinder wurden erwachsen, so viel Gemüse wurde im Zwei-Personen-Haushalt nicht mehr benötigt.

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Legdener Gartentage

Elsbeth Althaus öffnet ihren Garten für die Legdener Gartentage. Vor alle Rosenfreunde kommen auf ihre Kosten.
10.06.2019
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Elsbeth Althaus liebt Rosen.© Ronny von Wangenheim
Überall im Garten von Elsbeth Althaus gibt es etwas zu entdecken.© Ronny von Wangenheim
Hummeln und andere Wildbienen sind im Garten von Elsbeth Althaus oft zu sehen.© Ronny von Wangenheim
Die Brigida-Kirche ist im Blick.© Ronny von Wangenheim
Eine alte Holzbank wird zum Schmiuckstück.© Ronny von Wangenheim
Ein Blick in den Garten von Elsbeth Althaus© Ronny von Wangenheim
Wildbienen finden hier ein großes Nahrungsangebot.© Ronny von Wangenheim
Überall im Garten von Elsbeth Althaus gibt es etwas zu entdecken.© Ronny von Wangenheim
Wildbienen finden viel Nahrung im Garten von Elsbeth Althaus.© Ronny von Wangenheim
Elsbeth Althaus auf einer der Bänke, von denen aus sie gerne in ihren Garten schaut.© Ronny von Wangenheim
Eine alte Suppenkelle wird zum Schmuckstück im Garten.© Ronny von Wangenheim
Auch Gemüse baut Elsbeth Althaus an.© Ronny von Wangenheim
Auch Gemüse baut Elsbeth Althaus in ihrem Garten an.© Ronny von Wangenheim
Ein Blick in den Garten von Elsbeth Althaus© Ronny von Wangenheim
© Ronny von Wangenheim
Überall im Garten von Elsbeth Althaus gibt es etwas zu entdecken.© Ronny von Wangenheim
Elsbeth Althaus in ihrem Garten© Ronny von Wangenheim

„Mit der Zeit haben ich angefangen, mehr Blumen anzupflanzen“, erzählt sie. Zu Pflanzen, die schon standen, als sie 1963 auf den Hof kam, sind viele Sorten dazugekommen. Elsbeth Althaus mag englische Rosen des berühmten Züchters David Austin. „Evelyn“, die ungewöhnlich groß ist und so stark duftet, dass sie für Parfüms verwendet wird, ist eine ihrer Lieblingssorten. Sie erzählt: „Sie duften nicht den ganzen Tag gleich.“ Vor allem mittags tummeln sich hier sehr viele Hummeln und andere Wildbienen.

Ganz ohne Chemie

Das Schöne: Sie gibt der Natur viel Raum, sich so zu entfalten, wie sie möchte. Während sie im Vorübergehen mit der Hand ein paar Läuse von einer Rose abstreift, erzählt sie, dass sie auf Chemie völlig verzichtet. „Wenn es eine Pflanze dann nicht schafft, dann ist das halt so.“

Wie viel Arbeit macht ihr Garten? „Ich sehe das nicht als Arbeit. Ich mache das gerne.“ Und wie oft und wie lange gießt sie im Sommer ihre Rosen? Die Antwort überrascht: „Gar nicht“. Nur die Blumen, die rund ums Haus in Töpfen stehen, und die Pflanzen im kleinen Gewächshaus bekommen Wasser. „Die Rosen schaffen das gut, auch im letzten Sommer“, sagt sie. Und manchmal hängt dann halt mal eine Pflanze.

Tomaten werden eingekocht für den Winter

Im Gewächshaus wachsen vor allem Tomaten,. „Ich koche sie geschnitten in Gläser ein. Dann braten wir sie den ganzen Winter über als Gemüse“, erzählt sie. Aus Johanniskraut macht sie ein Öl zum Einreiben. Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Holunder, Äpfel und Kirschen – sie alle werden verarbeitet oder einfach so vom Baum oder Strauch genascht. Und auch der Buchsbaum hält sich. Mit Öl, Essig und Spülmittel hat Elsbeth Althaus den Buchsbaumzünsler in den Griff bekommen.

In diesen Tagen blüht es in einer überwältigenden Pracht. Wie wird das bei den Gartentagen sein? „Irgendwas blüht immer“, sagt Elsbeth Althaus und weist auf viele Knospen. Das gilt übrigens das ganze Jahr. Die Legdenerin zitiert lachend ein Familienmitglied: „Oma geht Weihnachten noch durch den Garten und findet einen Blumenstrauß.“

Gartentage 2019

  • Fünf Gärten öffnen bei den Gartentagen 2019: am Samstag, 29. Juni, von 11 bis 18 Uhr, am Sonntag, 30. Juni, von 10 bis 18 Uhr.
  • Rund 25 Kilometer kann man entspannt durch Legden und die Bauerschaften radeln, wenn man alle Gärten sehen will.
  • Eintrittsbänder (4,50 Euro ab 12 Jahren) sowie dazugehörige Streckenkarten gibt es bei Touristik Legden & Asbeck, Hauptstraße 17, Tel. (02566) 9503.
  • Einige der Gartenbesitzer werden auch Essen und Getränke anbieten.
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