In der Welt der Missionare

Im Klosterdorf Steyl

LEGDEN-ASBECK Auf den Spuren von Arnold Janssen: In die niederländische Provinz Limburg, in das eindrucksvolle Klosterdorf Steyl am Ufer des Flusses Maas, führte die Klostertour des Asbecker Heimatvereins.

von Von Maria Pier-Bohne

, 07.10.2009, 12:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit dem Leben und den Werken von Arnold Janssen beschäftigte sich die Mitglieder des Asbecker Heimatvereins im Klosterdorf Steyl in den Niederlanden.

Mit dem Leben und den Werken von Arnold Janssen beschäftigte sich die Mitglieder des Asbecker Heimatvereins im Klosterdorf Steyl in den Niederlanden.

„Die Idee der Weltmission drängte Arnold Janssen die Gemeinschaft der Steyler Missionare zu gründen“, so der Asbecker Pfarrer Karl Tappe, selbst ein „Steyler“. Doch die Anfänge waren schwer: In Deutschland herrschte der so genannte „Kulturkampf“ mit Bismarck, der die öffentlichen Tätigkeit der Geistlichen drastisch einschränkte. In den Zeiten des dramatischen Umbruchs erkannte Janssen die Zeichen der Zeit und gründete in einem heruntergekommenen Wirtshaus in Steyl 1875 das Kloster – anfänglich eher belächelt. Doch Janssen setzte unbeirrt seinen Weg fort und erhielt immer mehr Zulauf von Brüdern und Patres. Später kamen die Steyler Missionsschwestern und die Anbetungsschwestern hinzu. „Wir leben in einer Zeit, wo vieles zugrunde geht und anderes dafür aufstehen muss“, lautete einer von Janssens damaligen Leitsprüchen. Schon 1876 richtete er im Kloster eine eigene Druckerei ein, die noch bis vor einigen Jahren in Betrieb war. Bernhard Laukötter vom Heimatverein berichtete persönlich davon, da er seine erste Ausbildung in der Steyler Druckerei absolvierte.

Die Druckerei wurde nicht erhalten, dafür aber die alte Technik im Kesselhaus, die früher die gesamte Anlage mit Wasser versorgte. Die großen Maschinen, die heute noch liebevoll gepflegt werden, lösten große Bewunderung bei den Besuchern aus. Nach der Besichtigung der Kirchen wurde vor Ort ein Gottesdienst gefeiert.

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