Industriepark soll wachsen – „Hausaufgaben“ für Regierungspräsidentin

Industriepark A31

Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat ein Versprechen eingelöst und Legden besucht. Bürgermeister Friedhelm Kleweken nutzte die Gelegenheit, auf ein wichtiges Projekt hinzuweisen.

Legden

, 08.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vor Ort im Industriepark machte sich Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) einen Eindruck von dem wachsenden Gewerbegebiet. Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken und seine Ahauser Amtskollegin Karola Voß begleiteten sie.

Vor Ort im Industriepark machte sich Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) einen Eindruck von dem wachsenden Gewerbegebiet. Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken und seine Ahauser Amtskollegin Karola Voß begleiteten sie. © Anne Winter-Weckenbrock

Den Dahliengarten und die Ortsmitte hat sich Regierungspräsidentin Dorothee Feller am Dienstag angesehen, mit Kommunalpolitikern und Verwaltungsmitarbeitern gesprochen und zum Ende hin noch einen informativen Spaziergang durch den Industriepark 31 Ahaus-Legden gemacht.

Eigentlich mache sie in Zeiten des Kommunalwahlkampfes keine Gemeindebesuche, sagte Dorothee Feller beim Pressegespräch im Industriepark. Aber: Sie hatte dem scheidenden Bürgermeister Friedhelm Kleweken einen Besuch versprochen. „Wir hatten den Besuch im März geplant, und dann kam Corona“, sagte die Regierungspräsidentin. Nun hole sie nun den Besuch nach.

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Im Regionale-Prozess seit 2016 habe sie Legden und Friedhem Kleweken näher kennengelernt. „Legden ist immer ein ganz attraktiver Ort“, lobte sie. Ihr gefalle die „gut erhaltene, alte Substanz“ im Ortskern. „Und es ist so aufgeräumt“, beschrieb sie schmunzelnd ihren Eindruck.

Forderungen nach innovativen Wegen kamen aus Legden

Durch die verschiedenen Förderprogramme, in denen die Bezirksregierung federführende Behörde ist, gibt es viele Berührungspunkte. „Ich habe Friedhelm Kleweken als Bürgermeister erlebt, der nicht müde wurde, uns zu fordern, innovative Wege zu gehen“, sagte Dorothee Feller.

Kleweken hörte sich das leise lächelnd an und erläuterte: Bei Anträgen und Vergabevorschriften habe man schon die Fachleute der Bezirksregierung in Anspruch genommen. „Das ist schon eine Herausforderung für kleine Kommunen“, ergänzte die Chefin der Behörde. Was die ganze Arbeit in Legden gebracht hat – Stichwort Zukunftsdorf Legden: „Sowas von engagiert“ seien alle in Legden, fasst Dorothee Feller zusammen.

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Und verteilt vor Ort im Industriepark A31 Ahaus-Legden – da war Karola Voß als Bürgermeisterin von Ahaus hinzugekommen – noch mehr Lob. „Es ist eines der wenigen interkommunalen Gewerbegebiete, das gut läuft.“ Das hörten die beiden Verwaltungschefs erst einmal gerne, denn für sie diente dieser Termin natürlich auch dazu, der Regierungspräsidentin einen persönlichen Eindruck vom gemeinsamen Projekt mit nach Münster zu geben. Und vor allem von den Perspektiven: einer Erweiterung.

„Hausaufgaben“ nimmt die Regierungspräsidentin mit nach Münster

Dorothee Feller redet auch nicht drumherum. „Wir überarbeiten den Regionalplan gerade, da geht es um Perspektiven.“ Aber: Gewerbe, Natur, Landwirtschaft, Wohnen – die vielfältigen Ansprüche an Fläche seien eine Herausforderung für den Regionalrat, für die Bezirksregierung. Ahaus und Legden hätten sich dafür entschieden, sich auf den Industriepark zu konzentrieren. „Jetzt wollen sie einen Bonus haben“, fasste Feller mit einem Schmunzeln die Unterhaltung beim informativen Spaziergang zusammen. „Es ist gut, vor Ort Eindrücke zu bekommen. Jetzt müssen wir die Hausaufgaben machen.“

Industriepark A31 Ahaus-Legden


  • Die Stadt Ahaus und die Gemeinde Legden planen, erschließen und vermarkten interkommunal den „Industriepark A31 Legden-Ahaus“. Zu diesem Zweck war im Februar 2008 der „Zweckverband Industriepark A31 Legden-Ahaus“ gegründet worden.
  • Im Industriepark A31 sind zehn Hektar bereits verplant und bebaut, weitere 15 Hektar sind demnächst vermarktungsreif.
  • „Hier gibt es zukünftig weiteres Potenzial für viele weitere Hektar“, sagte Friedhelm Kleweken bei einer Gemeinderatssitzung, als es um Flächen für Wohnen und Gewerbe in Legden ging.
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