Jazz und bunte Blüten im Dahliengarten

Dahlientage

Die Kulisse im Dahliengarten wäre perfekt gewesen, die Bühne auf der Wiese war längst aufgebaut. Doch der Wettergott hatte zumindest am Samstag andere Pläne. Dem Konzert der Münsteraner Jazzband Triton um Sängerin Bianca Körner tat der neue Spielort im Pfarrheim keinen Abbruch.

Legden

13.08.2017, 18:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Auftakt der Dahlientage genossen am Samstagnachmittag zahlreiche Besucher den musikalischen Leckerbissen. Nach dem Auftritt wartete das Team des Dahliengartens mit kulinarischen Überraschungen auf.

„Wir versuchen, unseren Gästen jedes Mal etwas Besonderes zu bieten“, sagt Angelika Hoffmann. In diesem Jahr hatte sich der Dahlienverein als einer der Veranstalter beim münsterländischen Festival „Trompetenbaum & Geigenfeige“ beworben. „Wir fanden, Jazz passt gut in das Ambiente.“

Spannende Kombination von Musik und Natur

Viele der Gäste reisen extra an, um die spannende Kombination von guter Musik in reizvoller Natur zu genießen. So auch Beate Meißner-Watermann. Die Metelenerin und ihr Mann haben aus der aktuellen Reihe bereits Konzerte in den Niederlanden und in Münster besucht. „Ich war noch nie im Dahliengarten“, bekennt sie und freut sich auf den anschließenden Besuch. „Dabei sind Dahlien meine Lieblingsblumen.“

Ein Naturliebhaber ist auch Winfried Richter. „Ich bin kein Gärtner, doch ich liebe Gärten und Blumen.“ Der Berliner besucht seinen Cousin Günter Malinka und erinnert sich an die Sommerferien in den Sechzigern und die „endlosen Dahlienfelder, als wir mit den Rädern die Gegend um Legden erkundet haben“.

Gast zeigt virtuelles Fotoalbum

Stolz zeigt der Pensionär sein virtuelles Fotoalbum auf dem Smartphone. Hunderte Aufnahmen von heimischen oder exotischen Pflanzen und Landschaften aus aller Welt hat Winfried Richter über die Jahre angesammelt. „Ich habe Botanische Gärten in China, Indonesien und Vietnam besucht.“ Sein nächstes Reiseziel im Oktober: Kapstadt und die dortigen Gärten.

Mit dem Schirm zum Schutz vor den plötzlichen Regenschauern schlendert Eveline Kokoschka durch die treppenförmig angelegte Blütenpracht des hiesigen Dahliengartens. Vor einem Jahr ist die Kölnerin zu ihrer Tochter nach Ahaus gezogen und hat in der Zeitung von der musikalischen Veranstaltung gelesen.

Beschwingt vom melodischen Jazz

Nun nutzt sie den Ausflug nach Legden und noch beschwingt vom melodischen Jazz zu einer Stippvisite: „Ich hatte früher selbst Dahlien im Garten. Doch nun habe ich nur noch einen Balkon“, sagt sie. Vielleicht sind manche der Sorten auch für eine Kübelbepflanzung geeignet.

Als „Chefeinkäufer“ und allwissend zum Thema Dahlie befinden die Vereinsmitglieder Franz Hoffmann. „Wir haben in diesem Jahr bereits 180 Sorten hier stehen, davon sind 40 neu.“ Nicht jede Sorte findet den Weg nach Legden: „Sie müssen pflegeleicht sein.“ Hoffmann leitet heute die Führungen durch den Garten. „Die Leute fragen immer wieder nach dem richtigen Dünger oder was man gegen Insekten und Schnecken unternehmen kann.“

"In diesem Jahr stehen die Dahlien besonders gut"

Zur richtigen Pflege und einer gehörigen Portion Ahnung käme doch auch ein Quäntchen Glück mit optimalen Witterungsbedingungen dazu, lüftet Hoffmann ein Stück weit das Geheimnis. Denn: „In diesem Jahr stehen die Dahlien besonders gut.“

Am Sonntag spielte das Wetter mit und so kamen auch die vom Team um Angelika Hoffmann erhofften Besucherscharen. Neugierige konnten sich zu den praktische Pflegetipps noch ein paar Anregungen für geschmackvolle Blumenarrangements holen, die die Tische und ein Hochzeitsauto schmücken.

Doch für trotzdem reichlich gute Laune war trotz des Dauerregens auch am Samstag gesorgt: Nagelneue Vereinstrikots in leuchtend frischem Apfelgrün und stilisierter roter Blüte und leckere Cocktails beleben das lädierte Sommergefühl. Und für den kommenden Tag ist auch Sonne versprochen. Sabine Sitte

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