Die Wege auf den Friedhöfen – wie hier in Asbeck – sollen wieder hergerichtet werden. © Markus Gehring
Kirchengemeinde

Jetzt ist Geld für die Friedhöfe da – weil Specking Bestattungshaus baut

Die Kirchengemeinde will die Wege auf den Friedhöfen in Legden und Asbeck auf Vordermann bringen. Ursprünglich war dafür kein Geld vorhanden – das änderte sich durch einen glücklichen Umstand.

Wer in Legden oder Asbeck über den Friedhof geht, kann es kaum übersehen: Viele der Wege sind in keinem guten Zustand, in Asbeck etwa drücken Baumwurzeln die Pflaster hoch. Woanders ist überhaupt nicht gepflastert, hier musste bislang Schotter reichen.

Das soll sich bald ändern: „Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht werden auf den Friedhöfen die Wege gepflastert“, erklärt Christof Hintemann aus dem Kirchenvorstand der Gemeinde St. Brigida – St. Margareta. „Wir wollen da verstärkt investieren.“

Die Gemeinde nimmt Geld in die Hand

Kürzlich erst hat der Kirchenvorstand einen entsprechenden Grundsatzbeschluss getroffen. Nun erfolgt die Fachplanung. Die Umsetzung wird im nächsten Jahr im Haushaltsplan stehen und soll noch 2022 erfolgen.

Wie viel konkret investiert wird? Das konnte Christof Hintemann noch nicht konkret sagen, denn die Ausschreibungen erfolgen erst jetzt. Und wenn vorher schon konkrete Zahlen in der Zeitung stehen, ist das aus Sicht des Auftraggebers logischerweise nicht sinnvoll. Nur so viel: „Es ist eine höhere Investition im deutlich fünfstelligen Bereich.“

Die Geschichte hinter der geplanten Sanierung der Wege auf den Friedhöfen ist gleichwohl bemerkenswert. Die Investition wird aus dem Sonderhaushalt Friedhof St. Brigida bezahlt, der über eine Rücklage von 248.000 Euro verfügt. Diese Summe hatten die Gemeinde-Oberen ursprünglich angespart, um beispielsweise den Bau einer Leichenhalle zu finanzieren.

Hier besteht nämlich Handlungsbedarf: „Die entspricht schon länger nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben und ist auch zu klein“, so Christof Hintemann über die aktuelle Immobilie, die neben dem Altenheim St. Josef steht.

Die Suche nach einer Alternative war herausfordernd, berichtet Christof Hintemann: „Sie können nicht irgendwo eine Leichenhalle bauen. Diese muss in der Nähe des Friedhofs sein.“

Specking springt ein

In Verhandlungen mit dem Bestattungsunternehmen Specking und der weltlichen Gemeinde ergab sich dann aber eine andere Lösung. „Die beste Variante ist, dass er selber baut“, erläutert Christof Hintemann weiter. „Specking übernimmt hier Verantwortung, das ist aller Ehren wert.“ Das Gebäude des Bestattungshauses findet sich bereits im Bau.

Und für die Wege auf den Friedhöfen in Asbeck und Legden ist nun Geld vorhanden.

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