Karl-Heinz Otto ist Vorsitzender der Geographischen Kommission des LWL

Ehrenamt

Seine große Leidenschaft ist Westfalen. Dass es mehr ist als nur eine Gegend für Landwirtschaft, zeigt Karl-Heinz Otto in den Forschungen und Veröffentlichungen, die er mit dem Team der Geographischen Kommission des LWL erstellt. Seit kurzem ist Otto Vorsitzender dieser Kommission mit Sitz im Geographischen Institut in Münster.

LEGDEN

18.01.2014, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Karl-Heinz Otto ist Vorsitzender der Geographischen Kommission des LWL

Karl-Heinz Otto hat zwei große Passionen: Westfalen und Südamerika.

114 Mitglieder bringen in der Geographischen Kommission des LWL ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftsgeographische Themen nach vorne. Sie ist eine von sechs Kommissionen, die sich ergänzen und zusammen arbeiten. Neben den Veröffentlichungen steht auch die didaktische Begleitung im Mittelpunkt. „Wir geben Lehrern Informationen und Materialien in die Hand, damit sie Themen aus ihrer Region vermitteln können“, sagt der Legdener. Eine der zahlreichen Veröffentlichungen ist die Städtereihe. Bände, in denen jeder Kreis aufgearbeitet wird. „Jeder Bürgermeister findet sich wieder.“ Für den Kreis Borken hat Otto den physisch-geographischen Teil geschrieben. Karl-Heinz Otto berichtet auch von einem neuen Projekt der Geographischen Kommission: Web-GIS. Ein geographisches Informationssystem, das es ermöglicht, verschiedene thematische Karten einer Region online übereinander zu legen. „Dieses System hat außerdem eine einzigartige Doppelseiten-Konstruktion, so dass man zwei verschiedene Themen unmittelbar miteinander vergleichen kann“, erklärt der Professor. Mitte, Ende des Jahres soll dieses System freigeschaltet werden.

Nun ist immer von Westfalen die Rede. Dabei hat Karl-Heinz Otto noch eine weitere große Passion: Südamerika. Die Anfänge dieser Leidenschaft reichen weit zurück. Als der Legdener wissenschaftlicher Assistent an der Universität Münster war, ging er mit auf Exkursion nach Chile. „Meine erste große Landesliebe“, verrät Otto. Weitere folgten: Bolivien, Ecuador, Mexiko, Argentinien, Peru, Kuba. „Das Südamerika gibt es nicht. Dort gibt es so viele Unterschiede“, erzählt er. Bolivien sei zum Teil arm, aber ein wunderschönes Land. „Meine Studenten lernen dort vielfältige Gegensätze kennen.“ Denn auf der anderen Seite hat Bolivien die größten Lithiumvorkommen der Welt. Mit Kollegen betreibt Otto aber auch Grundlagenforschungen auf Galapagos. Westfalen und Südamerika. Unterschiedlicher geht es wohl kaum. Doch für Karl-Heinz Otto verbindet beides die Liebe zur Geographie.

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