Der geplante Kunstrasenplatz im Dahliendorfstadion bekommt keine 100-prozentige Förderung vom Land. © Ronny von Wangenheim
Kunstrasenplatz

Kein Losglück: Kunstrasenplatz wird nicht zu 100 Prozent gefördert

Eine 100-prozentige Förderung vom Land für den Kunstrasenplatz in Legden hatten sich die Ratsmitglieder vor wenigen Montane erhofft. Jetzt steht fest: Dieser Wunsch bleibt unerfüllt

Der erste Platz des Dahliendorfstadions soll zum Kunstrasenplatz umgebaut werden. Die Tennenlaufbahn rund um den Fußballplatz soll ebenfalls erneuert werden und demnächst aus Kunststoff sein. Das hatte der Rat in Legden im September beschlossen.

Da kam die Nachricht, dass die Projekte mit einer 100-prozentigen Förderung vom Land unterstützt werden könnten, natürlich gerade recht. „Wir hätten gute Chancen, eine Förderung zu bekommen“, erklärte der damalige Bürgermeister Friedhelm Kleweken mit Blick auf das NRW-Investitionspaket zur Förderung für Sportstätten im September. Für 2020 winke eine 100-prozentige, für 2021 eine 90-prozentige Förderung – maximal zahle das Land 750.000 Euro.

Der Förderantrag sollte bis Mitte Oktober gestellt werden – wenn er negativ beschieden würde, solle es 2021 einen neuen Anlauf geben, schlug Friedhelm Kleweken vor einigen Monaten vor. Die Ratsmitglieder stimmten zu.

Legden bekommt keine 100-prozentige Förderung

Jetzt steht fest: Legden ist bei der 100-prozentigen Förderung für Sportstätten im Jahr 2020 nicht dabei. Heißt eine vollständige Übernahme der Kosten für den Kunstrasenplatz gibt es nicht.

Bürgermeister Dieter Berkemeier bedauert das: „Leider sind wir mit unserem Antrag bei den Bewilligungen aus dem Programm ‚Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten‘ für das Jahr 2020 nicht dabei. Es stehen 47 Millionen Euro zur Verfügung, es lagen jedoch Anträge für 362 Millionen Euro vor. Für 2021 stehen wieder 31 Millionen Euro zur Verfügung.“ Man müsse das Beste hoffen oder ein anderes Programm auswählen.

81 Projekte mit 47.185 Millionen Euro Förderung insgesamt bewilligt

Auch im Schreiben des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung zu den Programmbewilligungen des Förderjahres 2020 steht geschrieben: „Nach dem Programmaufruf aus Juli 2020 haben 272 Städte und Gemeinden Anträge vorgelegt.“

Die Chance auf eine 100-prozentige Förderung der Sportstättenprojekte wollten sich offenbar viel Kommunen und Gemeinden nicht entgehen lassen. Insgesamt 81 Förderprojekte werden vom Land finanziell zu 100 Prozent unterstützt. Damit bewilligt das Land für diese 81 Projekte 47.185 Millionen Euro.

Diese Punkte waren ausschlaggebend

Ausgewählt wurden die förderungsbewilligten Sportstätten danach, ob sie zur Ausübung von einer oder mehreren Sportarten tauglich ist. Auch Anlagen für Breitensport, die die körperliche Fitness, den Ausgleich von Bewegungsmangel und Spaß am Sport fördern, wurden berücksichtig. Vorrang hatten Projekte, die diese Punkte erfüllen:

  • besonders vielen Menschen einen Zugang zur sportlichen Betätigung ermöglichen und/oder
  • quartiersbezogene niederschwellige Angebote mit großer Reichweite für Kinder und Jugendliche zum Inhalt haben (zum Beispiel Parcouring, Dirtbike, PumpTrack, Kleinspielfelder, Basketballfelder oder Ähnliches).

Hoffnung auf 90-prozentige Förderung bleibt

Aber für Legden ist das nicht das Aus, denn auch im nächsten Jahr hat die Gemeinde die Chance auf eine Förderung. Damit der Verwaltungsaufwand so gering wie möglich ist, müssen Anträge, die im Jahr 2020 nicht zum Zuge kamen, wie von der Gemeinde Legden, nicht erneut gestellt werden. Auch wenn im kommenden Jahr die geplanten Projekte der Gemeinden nur noch mit 90 Prozent vom Land gefördert werden.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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