Kirche in Legden setzt für eine gute Zukunft auf viele Akteure

Pastoralplan

Mit einem Pastoralplan geht die Kirchengemeinde St. Brigida - St. Margareta in die Zukunft. Jetzt wurde er der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Motto: Neue Wege gemeinsam gehen.

Legden

, 10.02.2020, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kirche in Legden setzt für eine gute Zukunft auf viele Akteure

Der Sachausschuss Pastoralplan hat einen Karikaturisten ihr Motto „Gemeinsam sind wir stark – gemeinsam geht es besser!“ zeichnen lassen. © Karikatur Schwarze Blanke

Pastoralreferent Daniel Tenbrink ist sehr zufrieden: „Es gab ein erfreulich großes Interesse“, sagte er zur Präsentation des Pastoralplans im Legdener Pfarrheim. Rund 60 Besucher ließen sich den Plan erklären. Viele bekundeten ihr Interesse, Gemeindeleben aktiv mitzugestalten.

Vor allem Vertreter aus kirchlichen Vereinen und Verbänden, so Tenbrink, hätten ihre Mitwirkung angeboten. Die Rückmeldungen, so Tenbrink, werden jetzt ausgewertet und bei der nächsten Pfarreiratssitzung besprochen. Möglich sei es, dass der öffentliche Austausch wie bei der Vorstellung des Pastoralplans am Sonntag (2. Februar) eine Fortsetzung finden könne.

Der Pastoralplan, zu finden auf der Homepage der Gemeinde, enthält erst einmal eine Bestandsaufnahme, beginnend bei statistischen Zahlen. Aber auch erste Pläne werden vorgestellt.

Neue Gottesdienstangebote

Auch die Anzahl der Katholiken in der Pfarrei ist erfreulich. 1990 waren es 5225, im Jahr 2018 waren es sogar 5421. Doch die Zahl der Kirchenbesucher ist rapide gesunken: von 2098 auf 317 im selben Zeitraum. Im Pastoralplan heißt es dazu: „Mit dem Versuch neuer und anderer Gottesdienstangebote wollen wir unser Bestes tun, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.“

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Erfreulich: Es gibt viele Taufen und Erstkommunionen. 1990 waren es 85 Taufen, 2018 wurden 54 Taufen gezählt. Negativ: Die Zahl der Kirchenaustritte hat sich von 4 im Jahr 1990 auf 15 im Jahr 2018 erhöht. Auch in den Vorjahren waren die Zahlen ähnlich. Als ein Grund wird der Missbrauchsskandal genannt.

Veränderungen kommen auch bei der Seelsorge auf die Legdener Katholiken zu. „Die ,Aufgaben‘ im gemeindlichen Leben, wie sie sich heute darstellen, werden die verfügbaren personellen hauptamtlichen Kräfte, die diese mit Unterstützung des Ehrenamts tun, in Zukunft überfordern“, heißt es dazu.

Stelle eines Verwaltungsreferenten ist notwendig

Zurzeit ist die Stelle des leitenden Pfarrers vakant, bis Ende 2022 ist Pfarrer Dr. Eugene Suom Dery unterstützend in der Gemeinde. Um möglichst viel Zeit für die Seelsorge zu gewinnen, sollen Pflichttermine und Bürokratie möglichst ausgelagert werden. Zum Jahresbeginn wurde bereits eine Verbundleiterin für die Kindergärten eingestellt. Erforderlich, so heißt es, sei die Einstellung eines Verwaltungsreferenten.

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