Knut Kasche ist neuer Leiter der Paulus-van-Husen-Sekundarschule

mlzSekundarschule Legden Rosendahl

Strenger Abstand, kein Sekt, kein Handschlag, aber ein Blumenstrauß: Die Ernennungsfeier eines Schulleiters sieht in Coronazeiten anders aus. Dafür gab es für Knut Kasche aber zwei Termine.

Legden

, 09.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Paulus-van-Husen-Sekundarschule hat einen neuen Schulleiter. Knut Kasche wurde am Dienstag gleich zweimal willkommen geheißen: erst in Rosendahl, dann in Legden. Einen Handschlag gab es nicht von Schulamtsdirektor Jochem von Schwerdtner, dafür aber die Ernennungsurkunde und zweimal warme Worte.

Corona-Regeln prägten die Feiern. Keine Elternvertreter, keine Schüler, keine fröhliche Begrüßung, die Stühle in der Aula am Standort Legden in strengem Abstand aufgestellt. Am Ende noch schnell ein Kaffee. Das war es. Und jetzt beginnt der Alltag für Knut Kasche.

Das Team der Sekundarschule bei der Ernennungsfeier am Standort Legden.

Das Team der Sekundarschule bei der Ernennungsfeier am Standort Legden. © Ronny von Wangenheim

„So richtig los geht es nach den Sommerferien“, betonte Jochem von Schwerdtner, der genauso wie Bürgermeister Friedhelm Kleweken daran erinnerte, dass in den vergangenen neun Monaten ein Team von Lehrern, seit Dezember dann mit der stellvertretenden Schulleiterin Karin Emming, die Sekundarschule gut durch die Herausforderungen der Coronakrise geführt habe.

Name für die Schule ist identitätsstiftend

Paulus van Husen – der Name fiel oft. Noch wirbt die Sekundarschule nicht mit dem neuen Namen. Doch es ist ein wichtiger Punkt bei der Schärfung des Profils, wie Knut Kasche im Interview kurz nach seiner Ernennung bekräftigt. Das Logo ist fertig, eine neue Homepage soll entstehen, vielleicht ist irgendwann auch eine Feier zur Namengebung möglich. „Ein Name ist identitätsstiftend“, weist der neue Schulleiter auf die Bedeutung hin.

Der Schule mehr Profil geben, darin sieht Knut Kasche eine seiner Aufgaben. „Wir müssen die Eltern überzeugen können, dann schicken sie auch ihre Kinder zu uns“, sagte er am Dienstag. Ob Sport oder Kultur – es gibt einige Möglichkeiten, Schwerpunkte zu bilden. Wichtig ist Kasche: „Es muss zu den Dörfern passen.“

Bei der Ernennungsfeier: (v.l.) Bürgermeister Friedhelm Kleweken, Schulleiter Knut Kasche, Jochem von Schwerdtner als Vertreter der Bezirksregierung und Karin Emming, stellvertretende Schulleiterin

Bei der Ernennungsfeier: (v.l.) Bürgermeister Friedhelm Kleweken, Schulleiter Knut Kasche, Jochem von Schwerdtner als Vertreter der Bezirksregierung und Karin Emming, stellvertretende Schulleiterin © Ronny von Wangenheim

Allzuviel will er noch nicht verraten von den Gedanken und Plänen, die er bereits entwickelt hat. So viel sagt er dann doch: „Die Schule muss mehr vor Ort präsent sein. Wir werden die Zusammenarbeit mit Betrieben verstärken und auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen.“ In die Zukunft geblickt sagt er: „Eine starke Zweizügigkeit und dann eine gesunde Dreizügigkeit ist mein Ziel.“

Knut Kasche leitet Hauptschule in Borken

Knut Kasche hat Erfahrung als Schulleiter. Bisher ist er Schulleiter der Remigius-Hauptschule in Borken, die auslaufend gestellt ist und im kommenden Schuljahr nur noch rund 70 Schüler haben wird. Bis zu den Ferien wird er noch an beiden Orten arbeiten. In Legden ist eines der Themen, wie die neuen Schüler in den 5. Klassen begrüßt werden können.

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Als Rüstzeug kann Knut Kasche nicht nur auf die Laufbahn als Lehrer und Schulleiter verweisen. Bevor er in Münster Deutsch und Geschichte studierte, hat er nach dem Abitur in Soest eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter gemacht. „Meine Eltern wollten, dass ich etwas Vernünftiges lerne“, erzählt er schmunzelnd. Heute ist der gebürtige Cottbuser seinen Eltern dankbar, kann er doch diese Kenntnisse gut im Bereich der Schulleitung einsetzen.

Schulleiter ist bekennender Schalke-Fan

Nach dem Referendariat in Nottuln hat er an einer Hauptschule in Rhede gearbeitet, „rutschte dann in die Aufgabe des stellvertretenden Schulleiters rein“ und wechselte 2016 nach Borken. Knut Kasche, der am Freitag 42 Jahre alt wird, lebt in Dorsten, wo seine Frau an einer Sekundarschule in der Schulleitung arbeitet.

Der Vater von zwei Kindern, elf und acht Jahre alt, ist bekennender Schalke-Fan. Beim FC Schermbeck ist er im Vorstand und ehrenamtlich als Trainer aktiv. Ein Hobby ist es, in der Natur mit dem Hund unterwegs zu sein und im Urlaub, so erzählt er, liebt er Land und Leute in Schweden.

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