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Kunst ist der Bewahrung der Zukunft verpflichtet

mlzAusstellung im Dormitorium

Der Bewahrung der Zukunft ist die Ausstellung der Künstlergruppe Kim im Dormitorium in Asbeck gewidmet. Auch ein echter Bombensplitter ist dort zu sehen.

Legden

, 15.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Für einen Tag wurde Asbeck zum Nabel der Kunstwelt für die Besucher aus der Region. Der Grund dafür war, dass die Ausstellung der westfälischen Künstlergruppe „Kim“ im Dormitorium in Asbeck eröffnet wurde und damit auch Werke von Künstlern aus dem gesamten Kreis Borken zu sehen waren.

„Zukunft bewahren“ nannten die 17 ausstellenden Künstler die Schau. Diese habe einen sehr aktuellen Bezug, wie Bernhard Laukötter, Vorsitzender des veranstaltenden Heimatvereins Asbeck in seiner Begrüßung erwähnte: „Es geht um die Bewahrung der Zukunft. Schüler gehen dafür jeden Freitag auf die Straße.“

Kunst ist der Bewahrung der Zukunft verpflichtet

Im Außenbereich gibt es viele Objekte und Skulpturen zu sehen. © MEISEL-KEMPER

Reinhard Tempelmann, einer der Künstler, die ihre Werke zeigten, nannte noch einen weiteren Grund für die Ausrichtung der Ausstellung: „Wir sind vom Hier und Jetzt ausgegangen. Uns geht es um zukunftsweisende Aspekte, das ist ja auch ein Anliegen des Heimatvereins Asbeck. Es geht uns in dieser Schau nicht um die Geschichte des Stiftsdorfes Asbeck oder der Frauen, die hier früher gelebt haben.“

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"Zukunft bewahren" heißt die Ausstellung der Künstlergruppe KIM. Die 17 Künstler zeigen im und um das Dormitorium eindrucksvoll, wie verschieden Kunst sein kann. Und wie aktuell.
09.04.2019
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Zwei Objekte von Reinhard Tempelmann© Ronny von Wangenheim
Reinhard Tempelmann© Ronny von Wangenheim
"Leben halten" von Maria Bröker© Ronny von Wangenheim
Mit Chirurgenfäden sind die Schlitze in dem Bild (Ausschnitt) von Edith Mikanski vernäht. © Ronny von Wangenheim
Eine Keramikarbeit von Monika Altrogge© Ronny von Wangenheim
Zwei Objekte von Reinhard Tempelmann© Ronny von Wangenheim
Aus Kastanienholz ist die Skulptur von Reinhard Tempelmann.© Ronny von Wangenheim
Beim Aufbau im Dormitorium: (v.l.) Reinhard Tempelmann, Marie-Theres Höing, Edith Micansky, Yisol C. Yun© Ronny von Wangenheim
Holzskulpturen von Michael Scharenberg© Ronny von Wangenheim
"Wlan" von Gudrun Issel© Ronny von Wangenheim
Petra Katharina Engel© Ronny von Wangenheim
"denk mal" von Marie Theres Höing© Ronny von Wangenheim
"Krake" von Reinhard Tempelmann© Ronny von Wangenheim
"Einsam" von Marie-Theres Höing© Ronny von Wangenheim
"Urgewalt" von Birgit Kölking versteckt sich in einer Nische in den alten Steinmauern des Dormitoriums.© Ronny von Wangenheim
Zwei Arbeiten von Heidi Baum© Ronny von Wangenheim
"Bewahrung der Schöpfung" von Monika Altrogge© Ronny von Wangenheim
"Unbeschwerte Kindheit" von Maria Bröker© Ronny von Wangenheim
Mit Chirurgenfaden sind die Schlitze in dem Bild (Ausschnitt) von Edith Mikanski vernäht.© Ronny von Wangenheim
Aus Kastanienholz ist die Skulptur von Reinhard Tempelmann.© Ronny von Wangenheim
Petra Engels Lithografie „Und sie sehen…“© Elvira Meisel-Kemper
Besucher in der Schau© Elvira Meisel-Kemper
Gemälde „Klimawandel von Yisol C. Yun© Elvira Meisel-Kemper
Norbert Thens „Maria“ (l.) und Gemälde „Klimawandel von Yisol C. Yun (r.)© Elvira Meisel-Kemper
Norbert Thens "Maria"© Elvira Meisel-Kemper
Kreuz von Edith Micansky in der Stiftskammer© Elvira Meisel-Kemper
„Kreuz“ mit Bombensplitter aus Estern in der Stiftskammer von Reinhard Tempelmann© Elvira Meisel-Kemper
„Kreuz“ mit Bombensplitter aus Estern in der Stiftskammer von Reinhard Tempelmann© Elvira Meisel-Kemper
Reinhard Tempelmann (vorn) führte in die Ausstellung ein. Dahintger die anwesenden ausstellenden Künstler von KIM© Elvira Meisel-Kemper
Bernhard Laukötter, Vorsitzender des Heimatvereins Adbeck, umgeben von Kunst© Elvira Meisel-Kemper
Bernhard Laukötter (hinten Mitte), Vorsitznder des Heimatvereins Asbeck, begrüßte Reinhard Tempelmann (hinten re vor der Stütze), Bürgermeister Friedhelm Kleweken (vorn re), die Künstler und die vielen Besucher der Vernissage© Elvira Meisel-Kemper
Besucher sehen sich die Werke an© Elvira Meisel-Kemper
Bernhard Laukötter (hinten Mitte), Vorsitznder des Heimatvereins Asbeck, begrüßte Reinhard Tempelmann (hinten re vor der Stütze), Bürgermeister Friedhelm Kleweken (vorn re), die Künstler und die vielen Besucher der Vernissage© Elvira Meisel-Kemper
Besucher beim Betrachten der Werke© Elvira Meisel-Kemper
Skulptur „Maria“ von Reinhard Tempelmann in der Stiftskammer© Elvira Meisel-Kemper
Kreuz von Edith Micansky in der Stiftskammer© Elvira Meisel-Kemper
Kreuz von Edith Micansky in der Stiftskammer© Elvira Meisel-Kemper
Arbeit von Birgit Kölking© Elvira Meisel-Kemper
Kunstwerke und Besucher vor dem Stiftsgang© Elvira Meisel-Kemper
Besucher in der Schau© Elvira Meisel-Kemper
Kreuz von Edith Micansky in der Stiftskammer© Elvira Meisel-Kemper
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Globalisierung und Heimat

Der Begriff der Heimat spiele da eine wichtige Rolle, so Tempelmann. Globalisierung und Digitalisierung verunsichere viele, ebenso Migration. Heimatvereine hätten auch die Aufgabe, Flüchtlingen bei der Integration zu helfen. Das sei in Asbeck maßgeblich der Fall, bemerkte Tempelmann.

Laukötter griff diesen Faden auf und berichtete kurz über einen Artikel in der Zeitschrift „Le Figaro“ über die Integration und das Engagement von Flüchtlingen im Heimatverein in Asbeck. Auch das habe etwas damit zu tun, Zukunft zu bewahren, waren sich beide Redner im Kern ihrer Aussagen einig.

Neu war bei dieser Ausstellung, dass sie sich nicht nur in die alten und neuen Räumen des Dormitoriums ausdehnte, sondern auch in den Außenbereich, in die Stiftskammer und in die ehemalige Stiftskirche St. Margareta.

In der Kirche sind drei Arbeiten zu sehen. Majestätisch ragt die „Maria“ von Norbert Then neben dem spätgotischen Osterleuchter auf. Rechts neben den Altarstufen verweist ein Gemälde von Yisol Yun auf den Klimawandel.

Im nördlichen Querarm ist die Lithografie „Und sie sehen“ von Petra Engel zu sehen. Letztere Arbeit ist das einzige Kunstwerk, das mit der Darstellung gesichtsloser geistlicher Frauen doch noch auf die frühere Bedeutung des Ortes verweist.

Kreuze in der Stiftskammer

Sakralen Charakter haben auch die drei Arbeiten, die in der Stiftskammer ausgestellt sind. Allein die Bodeninstallation von Edith Micansky in Kreuzform zog schon die Blicke auf sich. Reinhard Tempelmann platzierte zwei Skulpturen daneben, den „Kopf der Maria“ und die Arbeit „Kreuz“.

„Bei dem Kreuz habe ich einen Bombensplitter aus Estern mit einem Stück Holz aus Luzern kombiniert. Ich finde, das passt auch gut in diese Ausstellung als Mahnung an die Zukunft“, erläuterte Tempelmann.

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