Legden will einen neuen Kindergarten bauen

Möglichst schnell

Die Gemeinde Legden will einen neuen Kindergarten bauen. Mit Applaus quittierten etliche junge Eltern, die am Mittwochabend zur Sitzung des Schul-, Sport-, Jugend- und Kulturausschusses gekommen waren, dieses Vorhaben.

LEGDEN

26.02.2016, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Eltern verfolgten im Haus Weßling die Diskussion über die Kita-Betreuungsplätze.

Viele Eltern verfolgten im Haus Weßling die Diskussion über die Kita-Betreuungsplätze.

So schön der Babyboom der vergangenen Jahre auch ist, für die Gemeinde bedeutet es eine Herausforderung, die entsprechenden Kita-Betreuungsplätze auch in Zukunft bereitzustellen. Einstimmig befürworteten deshalb die Politiker einen Neubau. Berthold Langehaneberg nannte für die CDU auch schon den perfekten Ort: ein Grundstück an der Weishauptstraße neben der Sekundarschule. Das ehrgeizige Ziel ist es, in eineinhalb Jahren an den Start gehen zu können.

Es geht nicht immer nach Wunsch

Für diesen Sommer gab das Kreisjugendamt noch Entwarnung. "Für 2016/17 können alle angemeldeten Betreuungswünsche erfüllt werden," so Jugendamtsleiter Christian van der Linde. Unter Umständen allerdings nicht im Wunschkindergarten. Der Hintergrund: In Asbeck sind Plätze frei, die auch Legdener Eltern nutzen können. Weiterhin notwendig und fest eingerechnet im Bedarfsplan ist der Start der zusätzlichen Waldkindergartengrupppe der Kita Pusteblume im Sommer 2017.

Mehr U3-Plätze

Das Kreisjugendamt belegte das Problem mit Zahlen. 2016/17 werden im Ortsteil Legden 188 Ü3-Plätze, in Asbeck 49 benötigt. 2019/20 werden es voraussichtlich 205 und 33 sein. Dabei ist die Zahl der Flüchtlingskinder noch nicht eingerechnet. Bürgermeister Friedhelm Kleweken ergänzte: "Auch die Nachfrage nach U3-Plätzen wird weiter steigen." Inzwischen werden 41 Prozent aller Kinder unter drei Jahren für einen Platz angemeldet. Kleweken ist überzeugt, dass diese Quote auf 60 bis 80 Prozent steigen wird.

Kirche ist am Limit

"Wir hangeln uns von Notlösung zu Notlösung", so Langehaneberg: "Wir brauchen eine mittel- und langfristige Lösung." Die katholische Kirchengemeinde, so erläuterte Pfarrer Christian Dieker, kann nicht noch mehr Plätze schaffen. Im Gegenteil: Sie stellt jetzt schon mehr Plätze, als es das Bistum vorgibt.

Die Voraussetzungen für den neuen Kindergarten sind gut. Das angesprochene Grundstück gehört der Gemeinde und ist baubereit. Ein Investor, so der Bürgermeister, sei schnell gefunden. Problematischer wird es sein, einen Träger zu finden. Für den Start kann Kleweken wieder auf die Hilfe der Kirchengemeinde rechnen. Damit der neue Träger auch wirtschaftlich arbeiten kann, braucht er auch zum Start schon genügend Kinder. Dieker: Wir geben gerne Plätze ab."

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