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Legdener Frauen fordern Neuanfang in der katholischen Kirche

mlzMaria 2.0

Ein Zeichen gegen Machtmissbrauch und Vertuschungsskandale in der katholischen Kirche haben Legdener Frauen gesetzt. Bei der Aktion „Maria 2.0“ wurde die Kirche symbolisch eingehüllt.

Legden

, 13.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Das weiße Tuch umspannt die ganze Legdener Kirche, 170 Meter lang, am Hauptportal nur unterbrochen durch die laminierten Forderungsplakate, die an langen Bändern in Augenhöhe der Kirchenbesucher hängen. Die Frauen aus der KFD, des Kolping, der Hospizbewegung und anderer Vereine und Gruppierungen sind zufrieden mit ihrem Zeichen des Protests. Sie klagen angesichts der Vertuschung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche, der Verweigerung kirchlicher Ämter für Frauen und weiterer Missstände an.

Den Start zu der einwöchigen, überregionalen Protestaktion unter dem Namen Maria 2.0 (Münsterland Zeitung berichtete), begingen die Frauen am Freitagabend mit einem Wortgottesdienst vor der Legdener Kirche.

Kirchenschmuck soll Öffentlichkeit wachrütteln

Der weiße Kirchenschmuck nebst Forderungstafeln wird noch die ganze Woche über die Öffentlichkeit informieren und wachrütteln, so hoffen es die aktiven Frauen, die sich zum Zwecke dieses Zeichens aus unterschiedlichen Vereinen und Gruppierungen zusammengefunden haben.

„Die weiße Farbe des Schmuckes und unserer Kleidung steht für den Neuanfang, den wir uns in der katholischen Kirche wünschen“, erläutert Roswitha Schlätker vom Organisationskomitee. Es brauche ein mutiges Zeichen der Frauen in der katholischen Kirche, es sei fünf vor zwölf und zu viele haben sich schon enttäuscht von der Kirche abgewandt, sind sich die Frauen beim anschließenden Beisammensein schnell einig.

Um die Wirkung auch für andere spürbar zu machen, werden sie nun all ihre Ämter und Aufgaben in der Liturgie, der Bücherei, beim Verteilen der Kirchenzeitung und anderen Tätigkeiten für eine Woche ruhen lassen. Auch hoffen die Frauen, dass sich noch viele weitere Personen der Petition im Internet anschließen werden und so das Zeichen des Protestes und des Umbruches in der katholischen Kirche unterstützen. Die Petition ist hier einsehbar.

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