Legdener mussten lange auf ihren Sperrmülltermin warten

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Die Sperrmüll-Abholung in Legden traf auf große Resonanz. Gegenstände aus Holz und kleine Möbel wurden entsorgt. Dabei mussten die Bewohner in diesem Jahr länger auf die Abholung warten.

Legden

, 08.10.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Couches, Tische und Matratzen: Dies alles und vieles mehr konnte man am Montagvormittag an den Straßenrändern in Legden finden. Der Grund: Zu Wochenbeginn wurde der Sperrmüll abgeholt. Viele Menschen nutzten diesen Anlass, um mal wieder auszumisten und einiges aus ihren Beständen auszusortieren. Besonders Holz tauchte vor den Häusern auf: Zahlreiche Bretter, viele Stühle, aber auch kleinere Möbel zierten die Straßen.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hatten die Legdener nur noch einmal im Jahr die Möglichkeit, ihren Sperrmüll zu entsorgen. „Der Rat der Gemeinde hat im vergangenen Jahr beschlossen, die Sperrmüll-Abholung auf einen Termin zu reduzieren und dafür die Öffnungszeiten des Wertstoffhofes zu erhöhen“, erklärte Jürgen Göckemeyer, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste in Legden, auf Anfrage.

Müll wird verschleppt

Der Wertstoffhof hat seitdem zweimal in der Woche geöffnet und Verbraucher können Mittwoch (16-19 Uhr) und Samstag (8-13 Uhr) ihre aussortierten Gegenstände abgeben. Kostenfrei ist beispielsweise die Entsorgung von Altholz, Altmetall und kleinerem Elektromüll wie CDs oder Toner- bzw. Druckerpatronen. Dagegen ist die Abgabe von Bauschutt oder Baumischabfall kostenpflichtig.

Ein Grund, warum die Anzahl der Sperrmüll-Terminen im Jahr reduziert wurde, ist auch der so genannte Müll-Tourismus. „Menschen schauen nach verwertbaren Dingen und bringen unter Umständen einige Gegenstände von einem zum nächsten Haus. Dadurch kommt an manchen Häusern ein großer Müllberg zustande“, berichtet Silvia Frieling, Ansprechpartnerin für das Thema Entsorgung bei der Gemeinde Legden.

Einmal kam es sogar zu einem Fall, dass nicht der gesamte Müll vor einem Haus abgeholt wurde, weil der Müllberg schlicht zu groß war und das Entsorgungsunternehmen einiges stehen ließ.

Kühlschrank und Reifen einfach dazugestellt

Ein weiteres Problem ist, dass bei Sperrmüll-Entsorgungen Gegenstände dazu gestellt werden, die eigentlich nicht dazu gehören. „Ich habe beobachtet, dass beispielsweise ein Kühlschrank abgestellt wurde“, sagt Göckemeyer. Frieling erzählt von Reifen, die unsachgemäß platziert wurden.

In den kommenden Jahren wird es bei einem Termin für die Abfallbeseitigung bleiben. Das bestätigt Göckemeyer. „Die Entscheidung des Rates gilt für die nächste Zeit. Ebenso wie der Entschluss, dass die Grünabfuhr abgeschafft wurde.“

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