Die Menschen in Legden haben im kreisweiten Vergleich relativ wenig Geld für Konsum und Sparen zur Verfügung. © rawpixel on Unsplash
Verfügbares Einkommen

Legdener haben vergleichsweise wenig Geld zum Ausgeben

Wie viel Geld haben die Menschen pro Monat für Konsum und Sparen zur Verfügung? Antworten liefert eine Statistik, in der Legden nicht besonders gut dasteht.

Jeder Legdener kann rein rechnerisch pro Monat 1938 Euro ausgeben – auch Kinder und Rentner. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes NRW hervor. Dabei geht es um das sogenannte verfügbare Einkommen pro Einwohner.

Diese Zahl gibt keinen Aufschluss über das durchschnittliche Einkommen der Menschen in einer Kommune, da alle Einwohner eingerechnet werden, also auch Arbeitslose und Erwerbsunfähige. Vielmehr geht es darum, wie viel Kaufkraft in der Kommune vorhanden ist.

Für die Berechnung legen die Statistiker die Summe aus Arbeitnehmerentgelt, Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen zugrunde. Abgezogen davon werden Steuern und Sozialabgaben, hinzugerechnet werden Sozialleistungen wie Hartz VI oder Kindergeld. Am Ende steht also die Summe, die jedem Legdener rein rechnerisch für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht.

Rechnerische Daten zeigen nicht die Realität

Im Jahr 2019 stehen für Legden 170 Millionen Euro in der Statistik. Pro Einwohner bedeutet das jährlich 23.265 Euro, im Monat also 1938 Euro. Eine vierköpfige Familie hat also im Schnitt 7755 Euro pro Monat zur Verfügung. Dass das nur wenig mit Realität zu tun hat, ist beim Lesen dieser Zahl wohl jedem klar.

Das liegt daran, dass es sich um einen rechnerischen Durchschnittswert handelt. Wenn alle Menschen gleich viel Geld hätten, wären diese Zahlen Realität. Doch dem ist natürlich nicht so. Es gibt viele Menschen, denen deutlich weniger Geld zur Verfügung steht, aber eben auch viele, die mehr Geld zur Verfügung haben.

Einen Eindruck davon gibt eine andere Statistik des Landesamtes. Darin geht es um sogenannte Einkommensmillionäre. Im Jahr 2017 gab es in Legden drei Menschen, die ein Jahreseinkommen von über einer Million Euro hatten. 2016 waren es noch fünf Einkommensmillionäre. Neuere Zahlen gibt es nicht.

Einkommenswerte sind auch in Legden gestiegen

Auffällig ist, dass Legden in dieser Statistik auf Platz 90 von 291 liegt. Es gibt also vergleichsweise viele Best-Verdiener. Beim verfügbaren Einkommen jedoch liegt Legden mit Platz 256 von 396 eher im unteren Bereich. Das heißt, dass es auch viele Menschen gibt, die deutlich weniger verdienen und somit den Durchschnitt senken.

Doch wie in allen anderen Kommunen auch sind die Werte in Legden in den vergangenen Jahren gestiegen – allein von 2018 auf 2019 um 4 Prozent. Wenn man die letzten sieben Jahre miteinander vergleicht, kommt man sogar auf einen Anstieg von 24,8 Prozent.

Im kreisweiten Vergleich fällt auf, dass die Menschen in Legden relativ wenig Geld zur Verfügung haben. Nur in drei Kommunen ist das verfügbare Einkommen noch geringer, in 13 Kommunen ist es höher.

Den niedrigsten Wert haben die Statistiker für Gronau errechnet: 1607 Euro pro Einwohner pro Monat. Der höchste Wert steht in Schöppingen mit 2202 Euro pro Einwohner pro Monat.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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