Legdener Politik freut sich über 566.000 Euro Zuschüsse zur Sanierung der Wirtschaftswege

mlzEinstimmiger Beschluss

Sieben Kilometer Wirtschaftswege können die Legdener in diesem Winter sanieren lassen – auch dank eines großen Zuschusses vom Land NRW. Die Arbeiten sollen noch im Oktober beginnen.

Legden

, 07.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde Legden bekommt vom Land NRW 566.000 Euro Zuschüsse, um die Wirtschaftswege zu sanieren. Insgesamt kann die Gemeinde so in diesem Winter rund 800.000 Euro in die teils maroden Wege stecken. 260.000 Euro hatte die Gemeinde dafür schon in den Haushalt eingestellt.

In einer Sonderratssitzung am Montag ging es nun eigentlich nur noch darum, auch die Fördermittel für den Haushalt zu verbuchen. Da es sich dabei um eine überplanmäßige Ausgabe handelte, mussten die Politiker noch einmal zustimmen.

Gemeinde war bei Fördermitteln „flott dabei“

Berthold Langehaneberg (CDU) freute sich über die Förderung. „Es ist sehr positiv, dass das Land Geld dafür zur Verfügung stellt und den ländlichen Raum unterstützt“, sagte er. Ebenso positiv sei, dass die Gemeinde Legden „flott dabei“ gewesen sei und sich um die Fördermittel beworben habe. „Da haben wir viel Glück gehabt“, erklärte er.

Umso mehr, da der gesamte Fördertopf insgesamt nur 5,75 Millionen Euro enthält. Einstimmig stimmten die Politiker schließlich für die überplanmäßige Ausgabe.

Einige giftige Spitzen in Richtung der Opposition

Auch wenn alle Politiker dafür waren, ging es dann doch nicht ganz ohne kommunalpolitische Spitzen. „Es ist ja nicht immer ganz einfach in dieser Runde über Förderprogramme zu sprechen“, sagte Berthold Langehaneberg (CDU) in Richtung der UWG. Von dort kam nur genervtes Kopfschütteln zurück. „Geht das schon wieder los“, brummte einer der Ratsherren.

Dabei blieb es aber.

Auch Sigrid Goßling (SPD) freute sich über die Zuschüsse. Mehr noch: Sie fragte, ob es ein ähnliches Förderprogramm auch im nächsten Jahr noch geben werde. Das konnte ihr der Bürgermeister aber nicht beantworten. Bei der Förderung handele es sich zunächst um einen begrenzten Fördertopf. „Ob es den 2020 auch wieder gibt, ist noch völlig offen“, sagte er.

Freude über Unterstützung in allen Fraktionen

Gerd Heuser (UWG) freute sich über die Förderung. „Toll, dass es so ein Programm gibt“, erklärte er. Gleichzeitig befürwortete er auch noch einmal das Wirtschaftswegekonzept der Gemeinde, an dem die Politiker seit mehreren Jahren gearbeitet haben. „Damit sind wir anderen Gemeinden weit voraus“, sagte er.

An den kurzen öffentlichen Teil der Sonderratssitzung schloss sich dann am Montag unmittelbar der nicht-öffentliche Teil an, in dem die Aufträge für die Sanierung der Wegestücke vergeben wurden. Laut Bürgermeister Friedhelm Kleweken verliefen auch diese Abstimmungen mit breiter Mehrheit.

Arbeiten an sechs Teilstücken sollen im Oktober beginnen

Die Arbeiten an den insgesamt sechs Teilstücken von Wirtschaftswegen in Eißingort, Beikelort und Wehr sollen noch in diesem Oktober beginnen und bis Februar 2020 abgeschlossen werden. Insgesamt sollen rund sieben Kilometer Wege ausgebessert werden.

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