Die Müllentsorgung wird in Legden zwar etwas teurer, weil aber gleichzeitig andere Gebühren deutlich sinken, müssen die Menschen in der Gemeinde insgesamt weniger bezahlen. © picture alliance/dpa
Abfall und Wasser

Legdener und Asbecker zahlen 2021 deutlich weniger Gebühren

Nimmt man alles zusammen, müssen die Legdener im kommenden Jahr deutlich weniger Gebühren zahlen. Die Preise für Trinkwasser sinken deutlich, allerdings wird die Abfallentsorgung teurer.

Nachdem über Gebühren bereits im Vorfeld der Ratssitzung in zwei Ausschüssen diskutiert wurde, ging es in der Ratssitzung am vergangenen Montag ganz schnell. Die Entscheidungen fielen jeweils einstimmig und ohne weitere Diskussion. So sehen die Veränderungen im kommenden Jahr aus:

Abfallbeseitigung: Die Restmüllentsorgung wird je nach Tonnengröße rund zehn Prozent teurer. Beim Biomüll sind es vier bis fünf Prozent. „Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt sind das rund 16 bis 18 Euro Mehrkosten“, erklärte Jürgen Göckemeyer, Leiter des Fachbereichs Finanzen und Zentrale Dienste in Legden. Dafür sind einerseits höhere Entsorgungs- und Transportkosten sowie steigende Mengen beim Rest- und Biomüll verantwortlich.

Wasser: Die Gebühren fürs Wasser sinken in Legden im kommenden Jahr deutlich: Sie fallen von 1,30 Euro pro Kubikmeter im Jahr 2020 auf nur noch 0,72 Euro pro Kubikmeter. Diese Senkung liege einerseits noch an einem Gebührenüberschuss aus dem Jahr 2017, andererseits auch an einem deutlich niedrigeren Materialaufwand gegenüber der Kalkulation von 2020, wie Jürgen Göckemeyer erläuterte. Wieder gerechnet auf den Vier-Personen-Haushalt ergibt sich eine große Ersparnis: „Immerhin rund 80 Euro weniger pro Jahr“, erklärte Jürgen Göckemeyer.

Abwasser: Die Abwassergebühren ändern sich in Legden kaum. Beim Schmutzwasser bleiben sie komplett gleich. Für Niederschlagswasser werden pro Quadratmeter zukünftig 0,37 Euro statt wie bisher 0,49 Euro fällig.

Straßenreinigung: Und auch bei der Straßenreinigung wird es für die Menschen in Legden und Asbeck im kommenden Jahr ein bisschen günstiger. Je Meter Grundstückslänge an der Straße (verwaltungsdeutsch: Veranlagungsmeter) müssen sie 1,19 Euro bezahlen. Diese Gebühr lag in den vergangenen beiden Jahren bei 1,26 Euro. Auch diese Gebühren konnten durch Überschüsse aus den Jahren 2017 und 2018 gesenkt werden.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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