Lernen mit Kopf, Herz und Hand

Kindergarten am Roggenkamp

Draußen ist noch Baustelle, drinnen tobt schon das Leben. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Kreis Borken hat gestern eine neue Kindestageseinrichtung am Roggenkamp für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren eröffnet. 17 Kinder waren dabei und lernten ihre Erzieherinnen und die Räumlichkeiten kennen.

LEGDEN

, 01.08.2017, 18:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lernen mit Kopf, Herz und Hand

Leiterin Ann-Kristin Hahn begrüßte am Dienstag (v.l.) Soraya (3), Christina (2), Dilana (5) und Amelie (3) in der neuen Kita am Roggenkamp.

Der schmucke dreigeschossige Neubau mit den markanten grünen Farbakzenten in der Nähe des Kreisverkehrs Neustadt/Asbecker Straße ist ein Novum in der Gemeinde: Erstmals ist der Kindergarten schon da, bevor die Arbeiten auf dem angrenzenden Baugebiet beginnen. Der Bedarf an Kita-Plätzen sei in Legden auch ohne das Neubaugebiet da, sagt Dirk Holz, Leiter des Bereichs Kinder- und Jugendhilfe beim DRK Borken.

Auf zwei Etagen stehen dem Kindergarten inklusive Außenbereich rund 1000 Quadratmeter zur Verfügung. Im zweiten Obergergeschoss wird es eine Wohngruppe für Menschen mit Autismus geben. 45 Kita-Anmeldungen liegen derzeit vor, womit die Einrichtung vorerst ausgelastet ist. „Wir sind noch am Anfang und erst mal mit zwei Gruppen gestartet“, so Holz. „Wir nehmen aber schon jetzt Anmeldungen für das kommende Kita-Jahr entgegen. Ausgerichtet ist die Einrichtung auf drei Kindergruppen. „Es gibt außerdem die Möglichkeit, für eine vierte Gruppe anzubauen, wenn der Bedarf da ist“, sagt Kita-Leiterin Ann-Kristin Hahn.

Viel zu entdecken

Für die 17 Kinder, die am Eröffnungstag dabei waren, gab es allerhand zu entdecken: die großen Gruppenräume, das Atelier, in dem sie sich künstlerisch ausleben können, die Turnhalle, den Entspannungsraum, den Rollenspielraum, den Schlafraum, die Küche und die nagelneuen Waschräume. Nach und nach kommen in den nächsten Tagen und Woche weitere Kinder dazu.

Die Einteilung in kleinere Gruppen erfolgte bewusst, um den Kids die Eingewöhnung zu erleichtern. „So können sie leichter Beziehungen zu den Erzieherinnen aufbauen und sich an die neue Umgebung gewöhnen“, sagt Ann-Kristin Hahn. Das erste Mittagessen scheint jedenfalls geschmeckt zu haben. Dilana (5), Soraya (3), Christina (2) und Amelie (3) haben ihren Gemüseeintopf aufgegessen. Um die Zubereitung der Mahlzeiten kümmern sich die sieben Erzieherinnen der Einrichtung.

Betreut werden die Kinder getreu dem Leitsatz „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“, wie Dirk Holz erklärt. „All diese Bereiche werden im Laufe der Zeit angesprochen. „Die Kita ist ja nicht dazu da, Wissen zu vermitteln, sondern die Persönlichkeit der Kinder auf die Wissensvermittlung vorzubereiten.“

Eltern werden aktiv in die Kita-Arbeit eingebunden. Sie können sich über die Elternversammlung, den Elternbeirat und den Rat der Tageseinrichtungen einbringen. Bei den Betreuungsstunden können Eltern zwischen 25, 35 und 45 Stunden wählen.

Kinder mit Behinderungen sind ausdrücklich willkommen. „Wir verfolgen einen inklusiven Ansatz“, sagt Dirk Holz. Im Erdgeschoss gibt es ein behindertengerechtes WC. Geöffnet ist die Kita montags bis freitags von 7.30 bis 17 Uhr.

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