"Marienkäfer" unter drei Jahre im Jugendheim

Umbau

ASBECK Nach dem Umbau des einstigen Jugendheims fühlen sich jetzt dort die Kleinsten besonders wohl: zwölf Mädchen und Jungen im Alter zwischen eineinhalb und drei Jahren.

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 02.10.2009, 19:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weiter geht es – dieses Mal den Flur geradeaus: Am Waschraum vorbei mit kleinen Becken, Spiegeln und zwölf gelben Handtüchern zur Küche: Der kundige Führer kennt die Finessen, der neuen Einrichtung. Er bückt sich, greift nach etwas, das wie die Fußverkleidung der Einbaumöbel aussieht und schiebt es nach vorne: Ein rollendes Podest, das es auch den Kinder der Marienkäfer-Gruppe möglich macht, auf die Arbeitsfläche zu reichen. Wieder dieses stolze Lächeln, dabei haben die Besucher ja noch gar nicht das beste gesehen: Den großen Gruppenraum mit einem neuen bodentiefen Fenster in Richtung Hunnenporte und das mit Glaselementen abgetrennte Spielzimmer. „Die Kinder schließen die Tür und fühlen sich unbeobachtet“, erzählt Erzieherin Barbara Mielcarek-Sosul mit verschwörerischem Blick, „dabei haben wir sie ja die ganze Zeit durch das Glas im Blick.“ „Das ist alles kein Vergleich zu früher“, ergänzt sie. Mielcarek-Sosul betreut die erste Gruppe in der Gemeinde Legden für Kinder unter drei Jahre seit ihrer Gründung vor fünf Jahren – damals noch in Trägerschaft der Landfrauen. Die Betreuung der Mädchen und Jungen fand damals schon im Jugendheim statt auch wenn das eigentlich nicht die baulichen Voraussetzungen hatte, um den Bedürfnissen der Kleinen gerecht zu werden.

Das hat sich mit dem gerade abgeschlossenen Umbau – die Gruppe ist am Dienstag eingezogen – geändert. Die Kirchengemeinde St. Brigidda/St. Margaretha, die neue Trägerin der Gruppe, ließ das Gebäude durch den Architekten Helmut Schiermann umbauen. Zu 90 Prozent hat der Bund die Kosten übernommen, fünf Prozent (rund 7000 Euro) hat die Gemeinde Legden bezuschusst. Nicht nur die Raumsituation hat sich verbessert, auch das Betreuungsangebot: Statt drei Mal die Woche kommen die Kinder jetzt an jedem Werktag – und das bereits ab 7.30 Uhr. Schluss ist um 12.30 Uhr. Jonathan hat keine Geduld mehr. Die Hausführung ist schließlich noch nicht komplett. Er geht zu einer verschlossenen Tür. „Unser Ruheraum“, erklärt die Erzieherin. Die kleinen Betten würden allerdings erst nächste Woche geliefert.

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