Bei Raceplast in Legden wird aktuell mit Hochdruck an einem Großauftrag gearbeitet. Hier im Bild: Mitarbeiter Holger Jochims. © privat
Kunststoff-Fertigung

Maschinenteile für Corona-Schnelltests: Raceplast erhält Großauftrag

Die Legdener Firma Raceplast freut sich über einen Großauftrag. Ein süddeutscher Maschinenhersteller hat viele verschiedene Kunststoffteile bestellt. Die Teile werden dringend gebraucht.

Süleyman Ceyran, Geschäftsführer der Legdener Firma „Raceplast“, kann momentan wirklich nicht klagen. Schließlich hat sein Unternehmen, das sich auf technische Kunststoffe spezialisiert hat, kurz vor Weihnachten noch einen großen Auftrag bekommen. „Durch Corona haben wir den größten Einzelauftrag unserer Geschichte erhalten. Wir erhalten einen sechsstelligen Betrag für den Auftrag“, erklärt Süleyman Ceyran.

Raceplast liefert über 250 verschiedene Kunststoffteile an einen großen Maschinenhersteller im süddeutschen Raum. Dieser benötigt diese ganz aktuell im Zusammenhang mit Corona-Schnelltests. „Die verschiedenen Bauteile werden in einem PCR-Analysegerät verbaut“, weiß Süleyman Ceyran.

Deshalb müssen die Teile in der Halle im Industriepark A31 Ahaus-Legden schnell gefertigt werden. „Einen Teil haben wir schon geliefert, im neuen Jahr folgen die restlichen Teile“, berichtet der Geschäftsführer. Er betont: „Dieser Auftrag ist mehr als nur ein Auftrag. Schließlich leisten wir hiermit einen Beitrag im Einsatz gegen die Ausbreitung des Coronavirus.“

Nachfolgeaufträge für Raceplast sind möglich

Zu den Teilen, die Raceplast aktuell anfertigt, zählen Kabelabdeckungen, Umhausungen und leitfähige Teile. Die Mitarbeiter in Legden richten sich dabei nach den technischen Zeichnungen des Auftraggebers.

„Die Bauteile sind für zwei Linien vorgesehen. Vielleicht folgen im nächsten Jahr noch einige Nachfolgeaufträge“, erläutert der 38-Jährige. In einer wahren „Hauruck-Aktion“ (Süleyman Ceyran) arbeiten die Raceplast-Mitarbeiter bis zum 23. Dezember mit Hochdruck an dem Großprojekt.

Nach den Feiertagen geht es dann weiter. „Um das Projektvolumen innerhalb der kurzen Lieferzeit abwickeln zu können, musste das ganze Personal in der Fertigung auch samstags arbeiten“, unterstreicht Süleyman Ceyran die Herausforderungen. Denn die Kunststoffteile aus Legden werden in der aktuellen Lage dringend gebraucht.

Corona-Jahr für Branche nicht einfach

Der Auftrag kommt für Raceplast in einem ansonsten für die gesamte Branche nicht einfachen Jahr gerade recht. „Die Kunden sind generell verhaltener, Großprojekte bleiben aus“, stellt der Raceplast-Chef fest. Insgesamt gebe es weniger Kunden, viele Aufträge würden angesichts der Corona-Pandemie auf das nächste Jahr verschoben.

Seit 2007 betreibt Süleyman Ceyran das Geschäft mit technischen Kunststoffen. 2019 startete die Produktion im Industriepark. Auf einer 5300 Quadratmeter großen Fläche kümmert sich Raceplast seitdem um größere und kleinere Aufträge. Das Leistungsspektrum reicht von Einzelteilfertigung über Serienfertigung bis hin zur Montage kompletter Baugruppen.

So einen umfang- und ertragreichen Auftrag wie aktuell hat Raceplast aber zuvor noch nicht erhalten. „Der Auftrag kurz vor Weihnachten war für uns schon ganz gut“, freut sich Süleyman Ceyran.

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Bastian Becker

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