Mehr Natur für die Dinkel

Europäische Wasserrahmenrichtlinie

Begradigt und in ein festes Korsett gepackt fließt die Dinkel durch Legden und Heek. Ihren ursprünglichen Zustand vor dem einengenden Eingreifen der Menschen wird sie zwar nicht zurückerhalten, aber für den Kreis Borken und seine Partner steht fest: In bereits wenigen Jahren soll sich das Flüsschen wesentlich naturnaher präsentieren als heute. Die ersten Maßnahmen beginnen schon jetzt.

LEGDEN/HEEK

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 24.10.2011, 16:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Während des Ortstermins in Legden haben Vertreter des Kreises, der Gemeinde, des Wasser- und Bodenverbandes, des Landwirtschaftsverbandes und des Angelvereins auch mit dem Landwirt und Dinkelanrainer Karl Watermann (l.) gesprochen.

Während des Ortstermins in Legden haben Vertreter des Kreises, der Gemeinde, des Wasser- und Bodenverbandes, des Landwirtschaftsverbandes und des Angelvereins auch mit dem Landwirt und Dinkelanrainer Karl Watermann (l.) gesprochen.

Das ist zurzeit auch in der Legdener Dinkel sowie in dem Legdener und dem Asbecker Mühlenbach nur an wenigen Stellen möglich. Davon haben sich die Partner – neben Judith Nollmeyer vom Kreis Borken Willi und Gerd Heuser sowie Josef Büttelbrock vom Wasser- und Bodenverband Obere Dinkel, Carsten Bohn vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, Dirk Wientges von der Gemeinde Legden und Willi Hölscher vom Angelsportverein Legden – jetzt vor Ort ein Bild gemacht. „Die Dinkel ist auch hier aktuell in einem unbefriedigenden biologischen Zustand“, betont Nollmeyer. „Einige Sohlabstürze behindern zurzeit noch die Durchgängigkeit des Gewässers. Fische und Fischnährtiere können deshalb nicht weiter aufwärts wandern.“ Deshalb sollten die Stufen im Gewässerverlauf in den kommenden Jahren zu Sohlgleiten – rauen Rampen – umgebaut werden.

Zusätzlich setzen die Partner auf naturnahe Uferbereiche, Schatten spendende Bäume und Totholz im Gewässer. Der Wasser- und Bodenverband Obere Dinkel unterstützt diesen Weg bereits durch eine möglichst naturnahe Unterhaltung der Gewässer. Außerdem macht er seine Mitglieder darauf aufmerksam, dass vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahmen etwa für Stallbauten auch an den Gewässern möglich seien. Der Angelsportverein möchte im Bereich des Regenrückhaltebeckens Totholz ins Gewässer einbringen, um so Lebensräume für Fische zu fördern.

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