Mit Wurst gespickte Klinge in Garten geworfen

Hundehasser?

Yoshi läuft fröhlich bellend durch den Garten, auf der Jagd nach einem Leckerli. Corlies Meierhow dagegen steckt der Schrecken noch in den Gliedern. Nur knapp konnte sie verhindern, dass ihr Hund eine mit einer Klinge gespickte Wurst gefressen hat.

LEGDEN

, 01.04.2016, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Donnerstagmittag, so erzählt die Legdenerin, arbeitete sie in ihrem Garten, als sie plötzlich auf ihren Hund aufmerksam wurde. Der Jack-Russell-Terrier kaute am Ende des Gartens auf etwas herum. "Ich bin dann hingelaufen und hab gesehen, dass er etwas Rötliches im Maul hatte", erzählt Corlies Meierhow und demonstriert mit einer energischen Handbewegung, wie sie dem Hund das Teil aus dem Maul geschlagen hat.

Kratzer für Ceranfeld

Da sah sie dann die Klinge auf den Steinen liegen. Den größten Teil der Wurst, sagt sie, hat Yoshi gefressen, und muss dann doch schon wieder etwas lachen. So wie die Teile aussahen, die an der Klinge klebten, tippt sie auf eine fettige Mettwurst als Köder. Die Klinge, so ihre Vermutung, könnte von einem Kratzer für ein Ceranfeld stammen.

Wann jemand den Köder über ihre Hecke geschmissen hat, kann das Ehepaar nur schätzen. "Wahrscheinlich in der Nacht zu Donnerstag ", so Christian Meierhow. Gestern haben er und seine Frau immer wieder die Lebensbaumhecke abgesucht, die ihr Grundstück von der Straße Mühlenbrey trennt. Erst dann durfte der knapp elfjährige Yoshi in den Garten. "Ich kann nur hoffen, dass ich das nächste Mal schneller bin als mein Hund", sagt die Legdenerin und ergänzt: "Ich war total fertig." Ganz genau haben sie ihren Hund am Donnerstag und gestern beobachtet. Da war schon Sorge, dass vielleicht auch noch Gift in der Wurst gewesen sein könnte. Gestern dann Entwarnung: "Ihm geht es gut."

Wer so etwas getan haben könnte, ist reine Spekulation. Die wird auch auf Facebook geführt, wo Sohn Dirk die Meldung verbreitet hatte, um andere Hundebesitzer zu warnen. Hundehasser oder Menschen, die Hunde aus dem Weg räumen wollen, um eventuell einbrechen zu können - die Vermutungen sind vielfältig. "Wir sind ja nicht die Einzigen", erzählt Corlies Meierhow, dass auch sie schon von anderen gefährlichen Hundeködern im Ort gehört hat.

Polizei: Keine Meldung

Eine These, die die Polizei nicht stützen kann. "Im gesamten März wurde uns in Legden kein einziger Fall gemeldet", sagt Frank Rentmeister, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Borken. Auch die Meierhows haben den Vorfall nicht gemeldet. Sie hoffen, dass es ein Zufall war und ihr Hund nicht zielgerichtet attackiert wurde. Aufpassen werden sie weiter. Corlies Meierhow: "Passiert so etwas noch mal, rufe ich auf jeden Fall die Polizei."

 

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