Einen Tag nach dem Tagebruch in einem Privat-Garten in Legden: Mitarbeiter von Amprion sind vor Ort, der Garten ist weiterhin abgesperrt. Hinter der Mauer verbirgt sich ein Bagger. © Laura Schulz-Gahmen
Amprion-Tunnel

Nach Tagebruch in Privat-Garten: Das sagen die unmittelbaren Nachbarn

Plötzlich tat sich in Legden an zwei Stellen die Erde auf. Durch die Bohrungen im Amprion-Tunnel kam es zu einem Tagebruch. Wir haben mit den unmittelbaren Nachbarn gesprochen.

Auch einen Tag nach dem Tagebruch durch den Amprion-Tunnel in Legden ist der Einsturz eines Privat-Gartens und eines Gehweges noch das Gesprächsthema Nummer eins.

Am Mittwoch, 14. Juli, wurde bekannt, dass ein privater Garten an der Straße Fliegenmarkt in Legden sowie ein Stück eines Gehweges abgesackt sind. Grund dafür: die Bohrung im Amprion-Tunnel. Dieser wird in 14 Metern Tiefe und über eine Länge von etwa 1300 Metern unter Legden gebohrt. Durch den Tunnel werden 380kV-Stromleitungen verlegt.

Nachbargrundstücke sind verschont geblieben

Eva Rabe und Hille Wischnewski sind unmittelbare Nachbarn und haben mit der Redaktion vor Ort gesprochen. Eva Rabe wohnt direkt neben dem Grundstück, auf dem der Boden im Garten abgesackt ist. Der Grundstückseigentümer des betroffenen Gartens ist ihr Neffe.

„Um ehrlich zu sein, habe ich in unserem Garten noch gar nicht nachgesehen“, sagt sie im Gespräch. Sie sei sich sicher, dass nichts passiert ist. Trotzdem geht sie los und schaut sicherheitshalber nach.

„Man hört tiefe Geräusche“

Währenddessen sagt Hille Wischnewski, die diagonal zum betroffenen Grundstück wohnt, dass in ihrem Garten alles in Ordnung ist und man auch nichts davon mitbekommen hat. Obwohl sie anmerkt, dass man von den Bohrungen selbst schon etwas merkt. „Man hört sehr tiefe Geräusche, vor allem im Keller, weil es da mehr hallt“, sagt sie.

Der Grundstückseigentümer wollte sich gegenüber der Redaktion nicht äußern. Er wies nur darauf hin, dass am Dienstagmittag schon flüssiger Boden verfüllt wurde und kein Beton. Eva Rabe ist nach einigen Minuten zurück aus ihrem Garten, dort ist ebenfalls alles in Ordnung. Angst, dass es in ihren Gärten auch zu Tagebrüchen kommen könnte, haben die Nachbarinnen nicht. „Wir wollten das Projekt ja auch alle“, sagt Eva Rabe.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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