Netz für Windenergie

Amprion will bauen

Acht Atomkraftwerke sind schon abgeschaltet, weitere werden folgen. Damit die Windräder der Nordsee und andere regenerative Energiequellen noch schneller als geplant ihren Strom ins Netz einspeisen können, müssen bis Ende des Jahrzehnts mehrere tausend Kilometer neue Leitungstrassen gebaut sein – davon eine Höchstspannungsleitung quer durch Legden.

LEGDEN

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 06.04.2011, 18:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Hochspannungsleitung in Legden wird bald ausgebaut - auch unterirdisch.

Die Hochspannungsleitung in Legden wird bald ausgebaut - auch unterirdisch.

Beim Ausbau der 130 Kilometer langen 380 Kilovolt-Leitung zwischen Meppen und Wesel – und damit auch durch das Dahliendorf – müsse et nicht noch zusätzlich aufs Gas treten, meint Dr. Andreas Preuß (Foto) von der Amprion GmbH in Dortmund. Denn die Entscheidung für die Investition fiel noch zu Zeiten der rot-grünen Vorgängerregierung, die den Atomausstieg beschlossen hatte. „Für unser Vorhaben haben die jüngsten Beschlüsse eigentlich keine Auswirkung“, sagt er. Der Leitungsabschnitt durch das Westmünsterland ist von besonderer Bedeutung: Dort befindet sich die Pilotstrecke, auf der nach dem Wunsch des Bund mit dem Gesetz zur Beschleunigung des Ausbaus der Höchstspannungsnetze die Erdverkabelung erprobt werden soll. Der längste Abschnitt dafür befindet sich in Legden – von der Bebauung im Südwesten bis nach Asbeck. Bis die Kabelschächte in Legden gegraben werden, dauert es aber noch. Erst sind Raesfeld und dann Borken an der Reihe. „Das erste Planfeststellungsverfahren für Raesfeld ist gerade in der Vorbereitung“, so Preuß. Für Legden sei damit nicht vor Mitte nächsten Jahres zu rechnen. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens können Bürger Einwände formulieren.  

Lesen Sie jetzt