Neues Bett für altes Pfaster

Asbeck Der Mann kniet mitten auf der Straße, den Kopf vornübergebeugt. Nur seine Hände bewegen sich - und in ihnen die Steine. Einer nach dem anderen wandert schnell und sicher von dem Stapel links in die braune Masse vorne. Straßenbau im historischen Stiftsdorf - zumindest im Bereich der Brückenstraße ist das noch pure Handarbeit.

10.09.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Heute und morgen noch, dann soll das Natursteinpflaster aus dem Asbecker Ortseingang laut Einsatzplan wieder an Ort und Stelle sein - dieses Mal aber nicht in weichem Sand, sondern im festeren Mörtelbett.

Im Rahmen der Deckenerneuerung der Kreisstraße 32, in die die Brückenstraße mündet, hat der Kreis Borken auch den gepflasterten Kreuzungsbereich erneuern lassen. "Die Steine sind die gleichen geblieben", stellt Rainer Hilgenberg vom Fachbereich Straßen, Gebäudewirtschaft und Grünflächen bei der Kreisverwaltung klar. Nur der Untergrund sei ausgetauscht worden. Anlass dafür waren andauernde Absenkungen im Pflaster, die selbst durch den regelmäßigen Einsatz eines ehrenamtlichen Straßenbauers - dem einzigen weit und breit (Münsterland Zeitung berichtete) - nicht verhindert werden konnten. "Das ist schon etwas Besonderes", stimmt Hilgenberg zu. Deshalb habe das mit der Gesamtmaßnahme Erneuerung der K 32 beauftragte Firma für diesen Bereich auch Spezialisten zugezogen.

Zweiter Bauabschnitt

Obwohl der knieende Mann im Kreuzungsbereich seit einer Woche zügig arbeitet - verglichen mit dem rasanten Tempo, in dem sich die Fräse wenige Meter weiter in nur einem Tag durch die alte Fahrbahn Richtung Ortsausgang nach Heek geschält hat, ist das gar nichts. Das Wettrennen Handarbeit gegen Hightech ist nun einmal eindeutig entschieden.

Der Streckenabschnitt des noch vier Wochen laufenden zweiten Bauabschnitts zur Erneuerung der K 32 (der erste im Bereich der Grundschule ist seit Ende Juli bis auf Restarbeiten am Kreisel beendet), misst 760 Meter. In diesem mittleren Bereich sind nicht nur die vom Kreis beauftragten Straßenbauer aktiv, sondern auch ein von der Gemeinde Legden engagiertes Unternehmen. "Die Gemeinde lässt da, wo es nötig ist, die Hausanschlüsse erneuern", so Hilgenberg. sy-

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