In der Gemeinderatssitzung am Montag, 17. Mai, wurde über die Anregung einer Legdenerin gesprochen. Sie möchte eine Hundewiese in Legden. © picture alliance / Christian Charisius/dpa
Hundewiese

Nicht zum ersten Mal Thema im Rat: Bekommt Legden eine Hundewiese?

Die Anregung einer Bürgerin für eine Hundewiese in Legden liegt schon mehr als ein halbes Jahr zurück. Ganz neu ist die Idee aber offenbar nicht, erinnerte sich der Gemeinderat.

So ganz neu scheinen die Überlegungen zu einer Hundewiese im Gemeindegebiet im Dahliendorf nicht zu sein, denn bereits vor ein paar Jahren habe der Gemeinderat sich mit einer ähnlichen Bürgeranfrage beschäftigt, ergebnislos.

Jetzt gibt es also erneut Anlass zu solchen Überlegungen, denn wieder wurde ein Antrag von einer Bürgerin zu einer Hundewiese eingereicht. Dieses Mal soll er aber von einer anderen Person gestellt worden sein.

Beschluss von damals die Lösung?

Wegen der Coronapandemie wurde die Anregung erst in der Ratssitzung am Montag, 17. Mai, vorgebracht, obwohl die Petentin bereits am 27. November 2020 die Anregung zur Hundewiese bei der Gemeinde Legden eingereicht hatte.

In der Ratssitzung am Montag horchte Berthold Langehaneberg von der CDU sofort auf und merkte an, dass sich bereits vor Jahren mit dem Thema beschäftigt wurde. Und tatsächlich, bereits im Januar 2008 war eine Hundewiese von mehreren Hundefreunden gewünscht und Thema im Rat. Berthold Langehaneberg schlug vor, die Beschlussfassung von damals zu übernehmen und der Bürgerin zu übergeben.

Anträge müssen ordentlich behandelt werden

Doch so einfach ist die Sache nicht. Denn ein Antrag im Rat muss ordentlich behandelt werden. Bürgermeister Dieter Berkemeier gab den Ratsmitgliedern zu verstehen, dass darüber beraten werden muss.

Der damalige Antrag ist nicht abgelehnt worden, erinnerte sich Langehaneberg. Man hatte nur bestimmte Voraussetzungen für eine solche Hundewiese vorgeschlagen, beispielsweise die Gründung eines Vereins, damit es Ansprechpartner für die Gemeinde gibt. Auch habe es Überlegungen gegeben, wo eine solche Wiese entstehen könnte. Dabei war die Fläche der Freibadwiese im Gespräch gewesen. Schon damals wurde von dem Sprecher der Hundefreunde betont: „Das Gelände ist hoch eingezäunt – geradezu ideal für unsere Zwecke.“

Über Anregung wird im Bauausschuss beraten

Gerd Heuser (UWG) wies darauf hin, dass der aktuelle Antrag bereits über ein halbes Jahr zurückliege und man nicht mehr lange mit einer Stellungnahme warten solle. Maria Lutter (SPD) hält das Ganze für ein sehr gefragtes Thema, Sigrid Goßling schloss sich ihrer Fraktionskollegin an.

Der Antrag wurde umformuliert, sodass das Thema jetzt in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen, Landwirtschaft und Umwelt am 15. Juni diskutiert wird. Dort soll der damalige Beschluss herausgeholt und erneut darüber beraten werden. Außerdem soll die Antragstellerin gefragt werden, was sie sich genau vorstelle. Das wurde einstimmig vom Gemeinderat beschlossen.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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