Niko (44) und Giorgo (42) Kotoulas bieten griechische Küche im Restaurant Unter den Linden

mlzRestaurant in Asbeck

Mit griechischer Küche und einem speziellen Konzept wollen Niko und Giorgo Kotoulas im Asbecker Traditonslokal starten. Mittags und nachmittags gibt es auch Kaffee und Kuchen.

Asbeck

, 10.04.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Woche nach Ostern wollen Niko und Giorgo Kotoulas ihr Restaurant Unter den Linden eröffnen. Im Asbecker Traditionslokal gibt es dann griechische Küche. „Wir haben großen Respekt vor der Geschichte des Ortes“, sagt Niko Kotoulas. Sie werden hier nicht nur Gäste bewirten, sondern auch hier leben.

Die beiden Gastronomen wollen sich abheben vom üblichen „Griechen“. Sie setzen auf Mezedes. So heißen kleine warme und kalte Gerichte ähnlich den spanischen Tapas, die zu Wein und Ouzo gereicht werden. Gerne viele davon in der Mitte des Tisches platziert und jeder nimmt davon. „Das fördert die Kommunikation“, sagt Giorgo Kotoulas. Bruder Niko ergänzt: „Das ist traditionelle Küche, wie sie auch meine Oma kocht. Unsere Gäste sollen entdecken, dass griechische Küche mehr zu bieten hat, als man vom Griechen kennt.“ Die Fleischgerichte, die viele gerne essen, werden aber daneben auch angeboten. Die meisten Produkte kommen aus Griechenland. Für das Fleisch suchen sie noch Lieferanten aus der Region.

Mittags und nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen

Daneben wollen die beiden Gastronomen auch Kaffee und Kuchen anbieten. Ein Punkt, der auch dem Asbecker Verpächter Olaf Lindenbaum wichtig war. Am vergangenen Sonntag, so erzählen sie, haben sie rund 100 Radfahrer beobachtet, die durch das Stiftsdorf fuhren. Und einige haben sich bei ihnen bereits für später angemeldet. Neben traditionellen Kuchen, die sie alle selber backen werden, so Niko Kotoulas, wollen sie natürlich auch zeigen, was griechische Backkunst hervorzaubern kann. Galaktoboureko nennt er als Beispiel.

Auch den Saal werden sie in Betrieb nehmen, ihn vermieten oder bei Gesellschaften für die Bewirtung sorgen. Dass hier in der Vergangenheit Nachbarn öfter über zu großen Lärm geklagt haben, wissen sie und wollen das vermeiden. „Wir wollen mit den Nachbarn gut zusammenleben“, sagt Niko Kotoulas.

Noch wird vorbereitet. Die Brüder haben viel investiert, wie sie sagen. Die komplette Kücheneinrichtung ist neu, in einem Gastraum kommt neues Mobiliar. Anderes soll den alten Stil behalten. Damit will man an die Geschichte der Gaststätte anknüpfen, will auch Stammtische zurückgewinnen, die sich früher bei „Mampy“ trafen, wie der damalige Besitzer Franz Reckers genannt wurde.

Für Verpächter Olaf Lindenbaum ist es eine gute Lösung. Kurz nachdem er und seine Frau Bärbel das Restaurant gekauft hatten, wurde er davon überrascht, dass die damaligen Pächter über Nacht Asbeck verließen. Seit Jahresbeginn stand das Lokal nach nur 15 Monaten Betrieb wieder leer.

In Legden keine Unbekannten

Für die beiden Griechen sprach, dass sie sich in Legden auskennen. Für ein dreiviertel Jahr haben sie im ehemaligen Athene Palace die Umsatzzahlen gesteigert, wie sich Lindenbaum überzeugt hat. Dann ging es dort für sie nicht weiter. Die Brüder gingen zurück nach Bayern, arbeiteten dort als Geschäftsführer in zwei griechischen Restaurants. „Wir haben weiter gute Beziehungen in Legden“, erzählt Niko Kotoulas.

Als sie angesprochen wurden, haben sie nicht lange gezögert. „Legden passt gut zu uns. Wir kommen aus einem kleinen Ort in Zentralgriechenland.“ Wenn alles gut anläuft, wollen sie ihre Familien nachholen. Mitgebracht aus Bayern haben sie bereits weitere Mitarbeiter für Küche und Service. Auch die stammen aus dem Heimatdorf der Kotoulas. Insgesamt zu siebt starten sie jetzt in Asbeck. Von Dienstag bis Sonntag wird von 11 bis 23 Uhr geöffnet sein. Dass es ein Erfolg wird, daran zweifelt Niko Kotoulas nicht: „Wir sind fleißig und wir arbeiten hart.“ Sie sind gekommen, um zu bleiben.

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