Pistole griffbereit im Ärmel: Bewährungsstrafe für 20-Jährigen

Prozess am Landgericht

Dieser Fall macht Angst: Vor rund einem Jahr wurde auf der A 31 bei Legden ein 20-jähriger Holländer kontrolliert, der eine Pistole und 22 Schuss Munition dabei hatte. Was er damit wollte, ist unklar. Am Mittwoch verurteilte ihn das Landgericht Münster zu neun Monaten Haft auf Bewährung.

LEGDEN/MÜNSTER

25.06.2014, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wo die Waffe herkam, wollte der Angeklagte im Prozess nicht verraten. Und auf die Frage, was er denn überhaupt damit vorhatte, sagte sein Verteidiger: „Er dachte, dass es sich nur um eine Schreckschusspistole handelt. Er wollte damit an Silvester in die Luft schießen.“ Das Gericht konnte er damit allerdings nicht überzeugen. Auch die Staatsanwältin stufte die Erklärung als „Unsinn“ ein. Erstens war es damals noch nicht einmal richtig Sommer, zweitens hatte der Angeklagte zuvor eine Ausbildung in der Sicherheitsbranche begonnen und wollte danach zum niederländischen Militär. Für das Gericht war es deshalb nicht nachvollziehbar, dass er nicht den Unterschied zwischen scharfer Munition und Schreckschusspatronen kennen will.

Neben der Bewährungsstrafe, die ein erstinstanzliches Urteil des Amtsgerichts Ahaus bestätigte, setzten die Richter in Münster eine Geldbuße von 2000 Euro fest.

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