Politiker wollen Verkehr an der Brigidenschule entzerren – und schlagen eine Buslösung vor

mlzSchulwegsituation

Ein Minibus zur Brigidenschule? Das war den meisten Politikern im Rat doch zu abwegig. Dass die Vekehrssituation rund um die Grundschule verbessert werden muss, leuchtete aber allen ein.

Legden

, 02.02.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Situation rund um die Brigidenschule muss verbessert werden. Darüber waren sich die Lokalpolitiker im Rat in ihrer vergangenen Sitzung einig. Wie berichtet, kommt es dort morgens immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schultür fahren.

Eine besorgte Mutter hatte dagegen Unterschriften gesammelt. Eine Verkehrsschau soll demnächst vor Ort klären, welche Möglichkeiten es dafür gibt. Diesen Beschluss fassten die Politiker einstimmig.

Problem liegt nicht nur auf der Wibbeltstraße

„Das Problem ist ja seit Jahren bekannt, wir haben schon viele Versuche gestartet, es zu lösen“, erklärte Berthold Langehaneberg (CDU). Dennoch sei die Suche nach einer Lösung weiter dringend nötig. Bruno König (UWG) erweiterte den betroffenen Bereich sogar noch. Es gehe nicht nur um die Wibbeltstraße. „Auch im weiteren Schulumfeld kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen“, schilderte er. Der untersuchte Bereich solle auf jeden Fall auf den Lerschweg und das Umfeld des St. Martinkindergartens ausgeweitet werden.

Abwegiger Plan: Ein Minibus bis zur Schule

Für Kopfschütteln und Gelächter im Saal von Haus Weßling sorgte dann allerdings noch ein Vorschlag von Sigrid Goßling (SPD). In ihren Augen war klar, dass die Verkehrssituation an der Schule vor allem auf das Verhalten der Eltern zurückzuführen sei: „Das ist vor allem den berufstätigen Müttern geschuldet, die ihre Kinder nicht auf dem Fahrrad zur Schule begleiten“, sagte sie. Sie warb dafür, eine Art Hol- und Bringeplatz einzurichten. An diesem könnten die Eltern ihre Kinder mit dem Auto abliefern. „Von dort könnte man sie dann mit einem Taxi oder Minibus bis zur Schule bringen. Dafür würden die Eltern sicherlich auch bezahlen.“ An diesem Punkt brauchten die anderen Politiker und auch die Zuhörer im Publikum erst einmal einen Moment, um sich wieder zu beruhigen. „Dieser Vorschlag ist so auch noch nicht gekommen“, sagte Bürgermeister Friedhelm Kleweken und kämpfte damit, die Gesichtszüge nicht entgleisen zu lassen.

Appell an die Eltern

Romanus Schwartenbeck (CDU) blieb sachlich: „Damit kann ich mich nicht anfreunden, das würde das Problem ja auch nur verlagern“, sagte er. In seinen Augen funktioniere es nur mit einem Appell an die Eltern, den Verkehr vor der Brigidenschule zu entzerren. Heribert Telgmann (UWG): „Wir sind hier ja schon in der Detaildiskussion. Es ging aber doch erstmal nur ums Vorgehen“, sagte er. Das sahen auch die anderen Politiker ein.

Die nächsten Schritte sind nun eine Verkehrsschau mit Polizei und Kreisverwaltung sowie Gespräche mit Schulleitung und Elternvertretern.

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