Positive Zwischenbilanz für "Teilhabe am Leben"

Demenzprojekt

Das Projekt „Teilhabe am Leben“ für Demenzerkrankte öffnet seit 18 Monaten in der Gemeinde Legden in Kooperation mit der Caritas Türen der Verständigung in der Gesellschaft. Und das mit Erfolg, wie jetzt bilanziert wurde.

LEGDEN

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 03.11.2014, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Projektbeirat (v.l.)  Gerlinde Strunk-Richter (Kuratorium Deutsche Altershilfe Recklinghausen),  Martin Polenz (Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg), Karin Welling (Bildung-Beratung-Prozessentwicklung für die Versorgung von Menschen mit Demenz) und Ulrike Kruse (Demenz-Servicezentrum Region Münster und das westliche Münsterland)

Der Projektbeirat (v.l.) Gerlinde Strunk-Richter (Kuratorium Deutsche Altershilfe Recklinghausen), Martin Polenz (Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg), Karin Welling (Bildung-Beratung-Prozessentwicklung für die Versorgung von Menschen mit Demenz) und Ulrike Kruse (Demenz-Servicezentrum Region Münster und das westliche Münsterland)

Von Grone erhielt 2010 im Alter von 61 Jahren die Diagnose, dass sie an Demenz erkrankt sei. Daraufhin gründete die Grundschullehrerin die Selbsthilfegruppe „Dementi“, in der Hartmann-Preis als Begleiterin mitwirkt. Ihre Tochter hat sie auch im Schulalltag begleitet, bis die Erkrankung zu ihrer Frühpensionierung führte, erfuhren die Teilnehmer der Beiratssitzung. Zeitweise hatte die Gruppe zehn Mitglieder im Frühstadium der Erkrankung. In der Gruppe sei keiner über 70 Jahre alt. Bei den Berufstätigen sei erst Burnout diagnostiziert worden. „Krankenkassen unterstützen normalerweise Selbsthilfegruppen. Bei Gruppen für Demenzkranke ist das schwieriger“, schilderte Hartmann-Preis ihre Erfahrungen.

Das soziale Netzwerk ist besonders wichtig, wie von Grone betonte: „Ich wohne in Nachbarschaft zu meiner Tochter. Sie unterstützt mich in allem. Außerdem habe ich sehr gute Freundinnen. Für einige meiner Geschwister ist das anstrengend oder beängstigend.“ Das „zarte Pflänzchen“, das Kleweken so benannte, hat in Legden gute Aussichten, zum stattlichen Baum heranzuwachsen. Darin waren sich alle Beteiligten einig. „Wir haben eine gute Basis geschaffen mit Menschen, die vor Ort sind. Wir konnten viele Ärzte mit in das Boot holen“, resümierte Matthias Wittland (Geschäftsbereichsleiter Ressort Pflege Caritasverband Ahaus/Vreden) zum Schluss.

Das Programm der folgenden Monate, das Miriam Klöpper vorstellte, beweist, dass das Projekt „Teilhabe am Leben“ in Legden sogar in der Landesregierung in Düsseldorf positiv wahrgenommen wird: Zur Fachkonferernz am 23. April 2015 habe Ministerin Barbara Steffens ihren Besuch angekündigt, wurde auf der Beiratssitzung bekannt.

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