Die Kinder-Großtagespflege öffnet am 1. August ihre Türen für neun Kinder unter drei Jahren. Hier zu sehen: die Kinder Johanna, Milo und Michel (v.l.) zusammen mit Tagesmutter Marion Wenning. © Simone Schulze Beikel
Lokalpolitik

Rat hat Entscheidung über Zuschuss für neue Kinder-Großtagespflege gefällt

In Legden eröffnet bald die Kinder-Großtagespflege „Legdener Bergwichtel“. Drei Tagesmütter schließen sich dafür zusammen. Der Gemeinderat hat über die Übernahme des Eigenkapitals entschieden.

Im August öffnet eine neue Kinder-Großtagespflege (KGTP) in Legden ihre Türen. Dazu schließen sich drei Tagesmütter zusammen. Die Übernahme des Eigenanteils für die KGTP war jetzt Thema im Gemeinderat.

Insgesamt neun Kinder unter drei Jahren sollen in der neuen KGTP „Legdener Bergwichtel“ von den Tagesmüttern Karin Siebenbrock, Marion Wenning und Elke Schwartenbeck in der Droste-Hülshof-Straße 3 betreut werden. Diese neun Kinder würden ohne die KGTP auf die umliegenden Kindertagesstätten verteilt werden.

Übernahme Eigenkapital von 16.256,93 Euro

„Aufgrund der Tatsache, dass alle Kindertagesstätten überbelegt sind und die Kinder unter drei Jahren gut durch die Tagesmütter versorgt werden, ist die Errichtung der KGTP ein Gewinn für die Gemeinde Legden“, heißt es in der Kurzerläuterung zum Antrag auf Übernahme des Eigenkapitals.

Für die Errichtung einer KGTP wurden vom Kreis Borken bereits 146.312,35 Euro (90 Prozent) als Zuschuss bewilligt. Für die restlichen 10 Prozent (Eigenanteil: 16.256,93 Euro) beantragen die drei Legdener Tagesmütter die Übernahme, um die KGTP zu finanzieren.

Freiwilliger Zuschuss der Gemeinde

Bei der Einrichtung von Kindertagesstätten werden regelmäßig Zuschüsse zu den Eigenanteilen von der Gemeinde übernommen. Ein Rechtsanspruch auf die Übernahme des Eigenkapitals besteht nicht, die Übernahme wäre freiwillig.

Im Haushaltsplan 2021 sind keine Mittel für die Zahlung des Zuschusses veranschlagt. Eine Deckung der Auszahlung durch Einsparungen einer anderen Haushaltsposition im Produkt 06.01.01 erscheint nach dem aktuellen Stand der Haushaltsbewirtschaftung nicht möglich. Die Haushaltsmittel in Höhe von 16.256,93 € müssten überplanmäßig zur Verfügung gestellt werden. Analog der

Zuwendungsgewährung durch den Kreis Borken würde ein Zuschuss mit einer Zweckbindung von 10 Jahren belegt.

Ratsmitglieder freuen sich über Engagement der Tagesmütter

Die Entscheidung, ob die 16.256,93 Euro von der Gemeinde Legden freiwillig übernommen werden sollen, war am Montagabend, 18 Uhr im Pfarrheim St. Brigida vom Gemeinderat schnell gefällt worden. Als Erster meldete sich Berthold Langehaneberg von der CDU zu Wort: „Das ist gut angelegtes Geld“, sagte er überzeugt.

Auch die anderen Parteien mussten nicht lange über die Sache nachdenken. Siegrid Goßling sagte: „Das ist gut investiertes Geld.“ Der Zuschuss könne gut in die Erstausstattung gesteckt werden. „Man muss solchen Leuten keine Steine in den Weg legen“, war das Fazit zum Tagesordnungspunkt Kinder-Großtagespflege von Siegrid Goßling und der SPD.

Auch die UWG stimmte zu. Gerd Heuser sagte: „Wir begrüßen das Engagement der Damen.“ Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den Beschluss, dass die Gemeinde Legden das benötigte Eigenkapital übernimmt.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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