Riesenerfolg auf vier Rädern

Bürgerbusjubiläum

Hedwig Theißing (74), Maria Elfering (76) und Hilde Klöpper (75) haben ein Stückchen bundesdeutsche Verkehrsgeschichte mitgeschrieben. Zusammen mit vielen anderen ehrenamtlichen Helfern haben sie den bundesweit ersten Bürgerbus zu einem Erfolgsmodell gemacht. Seit 30 Jahren verbindet ihr Engagement Legden, Heek und Schöppingen-Gemen mit Ahaus.

HEEK/LEGDEN/AHAUS

, 04.03.2015, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blumen fürs Ehrenamt: Bürgermeister Friedhelm Kleweken (l.) überreicht einen Strauß an den Vorsitzenden des Bürgerbusvereins, Egon Kiel.

Blumen fürs Ehrenamt: Bürgermeister Friedhelm Kleweken (l.) überreicht einen Strauß an den Vorsitzenden des Bürgerbusvereins, Egon Kiel.

Zum runden Geburtstag hatte gestern die Regionalverkehr Münsterland GmbH die 53 Mitglieder des Bürgerbusvereins Heek-Legden zu einem Freiluft-Frühstück vor dem Legdener Bahnhof eingeladen.

Bei Kaffee und Brötchen erinnert sich Maria Elfering an die Anfänge: "Bei uns in Ahle gab es keine Busanbindung. Da stand ich vor der Wahl: Fahre ich die Kinder immer mit dem Auto nach Ahaus, oder engagiere ich mich für den Bürgerbusverein." Sie entschied sich fürs Ehrenamt so wie Hedwig Theißing und Hilde Klöpper. "Anfangs hatte ich Angst, mit dem großen Auto zu fahren. Aber dann dachte ich: Was die anderen können, das kann ich auch", verrät Hedwig Theißing. Heute sind die drei routinierte Bürgerbusfahrer, so wie die anderen 37 Ehrenamtler des Vereins. Und die drei "Grandes Dames des Bürgerbusvereins" (so der Vorsitzende Egon Kiel) sitzen immer noch wöchentlich am Lenkrad - auch wenn ihre Kinder längst einen eigenen Führerschein haben. "Wir machen weiter, bis wir 80 sind", sagt Hilde Klöpper lachend. "Manch einer würde sogar gerne noch länger fahren. Aber 80 ist für uns die absolute Obergrenze", erklärt Egon Kiel.

Wie er dankten dem hochmotivierten Team gestern der RVM-Geschäftsführer André Pieperjohanns, die Bürgermeister Friedhelm Klewken (Legden) und Felix Büter (Ahaus) sowie der stellvertretende Heeker Bürgermeister Hermann Kösters. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und vor allem die Freude an ihrer Aufgabe zeichneten die Fahrer aus.

Pieperjohanns hob hervor, dass der Bürgerbus eine wichtige Ergänzung als Zubringer zu den "großen Achsen" der RVM sei. "Das hat vor 30 Jahren niemand ahnen können, wie groß und vor allem wie beständig der Erfolg sein würde."

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