Schüler tauchen in die Zeit ihrer Vorfahren ein

Stiegenbrand erforscht

Der Heimatverein Legden und das KBW bieten zwei Mal im Jahr den Kurs „Heimatgeschichte erleben!“ für Schüler an. Diesmal war der Stiegenbrand Thema.

LEGDEN

17.10.2011, 12:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Bushaltestelle Stiege versuchten die Schüler, Heimatgeschichte vor Ort nachzuvollziehen.

An der Bushaltestelle Stiege versuchten die Schüler, Heimatgeschichte vor Ort nachzuvollziehen.

Am Kamin im Haus Weßling tauchten die Schüler in das Jahr 1884 ein. Es war die Zeit der Ur-Ur-Ur-Großväter der Schüler. Die Referenten Irmgard Geukes und Heinz Kroschner erläuterten die damaligen Lebensumstände. Wie wohnte man, wie sah die Arbeitswelt aus, was aßen die Menschen? Dann wurde die eigentliche Geschichte erzählt: Viele Legdener waren zum Düstermühlenmarkt an diesem 25. August 1884, als es am Vormittag in einem Haus an der Stiege zu brennen begann. Die Brandglocke wurde geläutet, Telegramme gingen an den Landrat in Ahaus und nach Coesfeld. Das Feuer breitete sich immer weiter aus. Die Feuerwehren von Asbeck und Holtwick kamen, später von Coesfeld und mit dem Landrat Gärtner auch die Feuerwehr aus Ahaus und eine Spritze aus Wessum. Die Feuerwehr aus Gronau traf mit dem Nachmittagszug ein. Am Ende des Tages waren 38 Häuser abgebrannt und 145 Menschen obdachlos geworden, ihr Hab und Gut, die Ernte, Getreide und Werkzeuge waren vernichtet. Die Schüler zeigten sich sehr interessiert und hatten viele Fragen. Zur genaueren Klärung dieser Fragen ging es in die Örtlichkeit. An der Bushaltestelle Stiege wurden Ansichtsskizzen der Gebäude und ein Katasterplan aus dieser Zeit verglichen. Mit vielen historischen Informationen gingen die Schüler nach Hause und konnten eine Zusammenfassung der örtlichen Geschichte mitnehmen.

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