Segen für Hausgemeinschaft

25.01.2008, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Legden Was hat das Elbe-Hochwasser mit dem gestern Nachmittag feierlich eröffneten Wohnanlage Sankt Ulrich zu tun? Wilhelm Winter, der Leiter des Altenwohnhauses Sankt Josef, gab die Antwort: "Ohne das Hochwasser hätten wir die heutige Feier in unserem Neubau bereits fünf Jahre eher begehen können" - dann noch als allererstes Altenheim im Kreis, das eine Hausgemeinschaft als neue Form der stationären Altenhilfe anbietet.

Inzwischen sind anderen Kommunen vorbei gezogen, "aber wir gehören immer noch zu den ersten", so Winter. Vergessen ist die zwei Jahre dauernde Berechnung und Vermessung des natürlichen Überschwemmungsgebietes des Mühlenbachs, die nach den Überschwemmungen an der Elbe zur Auflage gemacht wurde.

Gestern galt es zu feiern. Nach einem Gottesdienst in der Kapelle des Altenwohnhauses gingen die rund 120 Gäste quer über die Straße in den etwa zwei Millionen Euro teuren Neubau, den die Kirchengemeinde Brigida als Bauherrin nach einem Jahr Bauzeit fertig stellte. Die ersten Senioren sind bereits eingezogen - in die acht hellen und freundlich gestalteten Appartements zum betreuten Wohnen. Die zwölf Männer und Frauen, die aus dem bestehenden Altenwohnhaus in die Hausgemeinschaft wechseln, ziehen er Anfang Februar um.

Was das Hausgemeinschafts-Modell ist? "Eine überschaubare Gruppe von zwölf von Demenz betroffenen Menschen lebt wie eine Großfamilie in einer an sich ganz normalen Wohnung zusammen", so Winter. sy-

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