Sopranistin Helen van Almsick gibt ihr letztes Konzert

In Büren

Ganz entspannt sitzt Helen van Almsick auf ihrem Sofa. In der Hand eine Tasse Tee. Immer wieder nippt sie daran. Dass am Sonntag ihr letztes Konzert als Sopranistin sein wird, merkt man ihr nicht an. Sie hat schon genug andere Pläne für die Zeit nach ihrer aktiven Karriere als professionelle Sängerin. Wehmütigkeit kommt gar nicht erst auf.

LEGDEN

von Von Jessica Beck

, 02.11.2012, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Helen van Almsick ist keineswegs traurig über ihren letzten Auftritt auf der Bühne. Eher freut sie sich auf Neues.

Helen van Almsick ist keineswegs traurig über ihren letzten Auftritt auf der Bühne. Eher freut sie sich auf Neues.

Mit Anfang 30 überlegte sie sich, was sie macht, wenn sie nicht mehr singen kann. „Die Stimme ist ein biologisches Instrument, dass sich immer weiter abnutzt und man kann sich kein neues kaufen“, erklärt die 42-Jährige. „Man muss an der Stimme arbeiten, um fit zu bleiben. Wie bei einem Hochleistungssportler.“ Fit wollte van Almsick auch sein, wenn sie mit dem professionellen Singen aufhört. Deswegen schaffte sie sich ein weiteres Standbein, indem sie eine Ausbildung zur Supervisorin machte und seitdem Menschen unterschiedlicher Berufsgruppen berät. Denn van Almsick kann nicht nur singen, sondern auch gut zuhören. „Ich bin Spezialistin, was Stimmungen angeht. Ich arbeite als Supervisorin nicht nur mit Musikern, sondern lerne viele neue Berufsgruppen kennen.“