Die Kinder der Nachbarschaft haben im Sommer unter gelockerten Corona-Bedingungen schon mal selber Hand angelegt, weil sie den Prozess beschleunigen wollten. © privat
Mühlenbach-Erlebnisspielplatz

Spielplatzkonzept gewinnt zweiten Preis bei bundesweiter Initiative

Der Spielplatz am Mühlenbach in Legden bekommt ein neues Gesicht dank der Nachbarschaft Mühlenstiege. Das Konzept belegt bundesweit den zweiten Platz bei einer Spielplatzinitiative in Flensburg.

Mit dem Projekt „Zukunftsdorf Legden“ hat es sich die Gemeinde zur Aufgabe gemacht, sich auf den demografischen Wandel zum Wohle aller Generationen einzustellen. Dazu gehören auch die Spielplätze der beiden Ortsteile Legden und Asbeck.

Viele Familien mit Kindern leben hier und es wurden bereits einige Spielplätze erneuert und optimiert. Trotzdem sind ein paar von ihnen immer noch in einem „desolaten Zustand“, findet die Nachbarschaft Mühlenstiege (Anlieger vom Kinderspielplatz Stikkamp). Das soll sich ändern.

Spielplatzinitiative Mühlenstiege

Die Kinder der Nachbarschaft haben seit Langem den Wunsch, den Spielplatz neu zu beleben und sie haben einen Brief an den Bürgermeister geschrieben. Doch Corona kam der Planung dazwischen.

Durch Zufall ist die Nachbarschaft Mühlenstiege auf eine Spielplatzinitiative eines Spielgeräteherstellers aus Flensburg gestoßen und hat daran teilgenommen. Dafür reichte sie ein Konzept zur Verbesserung des Spielplatzes ein, das den Mühlenbach mit einbezieht.

Bundesweit zweiter Platz

Hackschnitzel sollen Fallschutzmaterial für die entsprechenden Spielgeräte bieten. Im Sandkasten soll es ein Sandspielboot mit Segel geben. Weiter soll es mit verschiedenen Balancier- und Kletterelementen über den Mühlenbach gehen. So kann man auch die Uferseite wechseln. Rechtsseitig soll es Hängematten geben, linksseitig – im Regenrückhaltebecken – kann eine wilde Fahrt auf der Pendelschaukel stattfinden.

Folgende Geräte sind vorgesehen:

  • Oase Sandboot mit Segel
  • Balancier-Drehbalken
  • Balancier- und Wackelbrücke
  • Balancierspiel Stelzen (3 Paare)
  • Balancierspiel Wasserlilien (5 Stück)
  • Pendelschaukel Kokoswelle
  • Hängematte
  • Viereck-Kletteranlage

Das Konzept schickten die Anwohner der Mühlenstiege nach Flensburg und belegten bundesweit den zweiten Platz. Eine Förderung der Spielgeräte von 40 Prozent des Spielgerätewertes ist der Preis.

Kinder und Eltern wollen sich wohlfühlen

Viele Ideen kamen von den Kindern der Nachbarschaft, verfeinert wurden diese dann durch ihre Eltern. Als Betreiber wird die Gemeinde das Vorhaben unterstützen und federführend unterwegs sein.

Till Farwick, Emil Kotte, Ferdinand Ewelt, Leopold Ewelt, Insa Kotte haben im Sommer bereits kräftig geschuftet für ihren neuen Spielplatz.
Till Farwick, Emil Kotte, Ferdinand Ewelt, Leopold Ewelt, Insa Kotte haben im Sommer bereits kräftig geschuftet für ihren neuen Spielplatz. © privat © privat

Eingereicht wurde das Konzept nach Absprache durch Daniel Ewelt, Nachbarschaft Mühlenstiege, mit Matthias Nettels vom Bauamt der Gemeinde Legden. Die Planung und Auswahl der Geräte haben Britta und Daniel Ewelt übernommen. Eine Art Patenschaft zur Pflege des Spielplatzes durch Familien ist in Planung. Dazu sollen in den kommenden Tagen Schreiben an die Bewohner der Nachbarschaft gehen. Der Spielplatz ist neben den umliegenden Nachbarschaften Auengrund, Stikkamp und Mühlenstiege auch für das Neubaugebiet Roggenkamp gedacht – „und natürlich auch alle anderen Bewohner Legdens“, ergänzt Daniel Ewelt. Bänke, Tische und kleine Anpflanzungen sollen dem Platz zusätzlich eine sympathische Umgebung verleihen, denn auch die Eltern möchten sich dort wohlfühlen.

Im Frühjahr 2021 kann es losgehen

„Die gesamten Arbeiten – Spielgeräte inklusive Montage und Erdarbeiten – wurden vom Rat beschlossen und somit kann im Frühjahr der neue Spielplatz Mühlenbach Legden begonnen werden“, teilte Daniel Ewelt der Redaktion mit.

Bereits Anfang des neuen Jahres werden die vorbereitenden Erdarbeiten durch eine Familie der Nachbarschaft Mühlenstiege ehrenamtlich erledigt. Dann soll im Februar die Montage der Spielgeräte erfolgen. Auch die Einsaat des Rasens ist im Frühjahr geplant. „Wenn die Sonne dann höher steht, kann der Spielplatz genutzt werden“, freut sich der Daniel Ewelt für die Kinder.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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