Betty wurde in der Nacht zu Montag mit einer Schlinge um den Hals an eine Tränke gebunden und die Tränke wurde zerstört. Das Ganze hätte für Betty böse enden können. © Privat
Tierquälerei

Tierquälerei: Pony Betty wurde mit Schlinge um den Hals an Tränke gebunden

In Legden gibt es einen Fall von Tierquälerei: Unbekannte haben einem kleinen Shetlandpony eine Schlinge um den Hals gelegt und die Tränke zerstört. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen.

Wie muss es sich anfühlen, wenn man den Pferdestall wie immer morgens betritt, um sich um die Tiere zu kümmern, und man findet ein Tier so vor, wie Pony Betty am Montagmorgen, 26. Juli, gegen kurz nach 8 Uhr gefunden wurde?

Das kleine weiße Pony war mit einer Longe fest an seine Tränke gebunden, so stramm, dass sich das Tier nicht bewegen konnte. Ein Schock für den täglichen Pferdepfleger.

Pony Betty konnte sich nicht bewegen

Die Eltern von Pferdetrainerin Andrea Westhoff kümmern sich täglich um die Pferde und Ponys im Stall. Andrea Westhoff sagt im Gespräch mit der Redaktion: „Das Pony war sehr stramm und kurz an die Tränke gebunden, es konnte sich nicht bewegen.“ Zudem sei auch die Tränke zerstört worden. Also konnte das kleine Pony nicht einmal trinken.

Zuerst habe der Vater von Andrea Westhoff das Pony namens Betty nicht einmal befreien können, so fest war das 16 Jahre alte Tier angebunden worden. „Zum Glück hatte ein Nachbar meinen Vater gehört und eilte zu Hilfe. Zusammen konnten sie das Pony befreien.“

„Hätte sich erdrosseln können“

Das Shetlandpony wurde von einem Tierarzt untersucht. Laut dem Veterinär habe das Tier keine äußerlichen Schäden davongetragen. „Aber man muss ja auch bedenken: Wenn es panisch geworden wäre, hätte es sich selbst erdrosseln können, sagt der Tierarzt“, so Westhoff. Da sei es noch gut gewesen, dass das Tier in einer Art Schockstarre verharrt habe.

Betty ist etwa 16 Jahre alt und lebt mit einem zweiten Pony zusammen. © Privat © Privat

Trotzdem fragt sich Andrea Westhoff, was in solchen Menschen vorgeht, die Tieren so etwas antun. Das Pony sei das liebste Tier, viele Kinder würden darauf regelmäßig reiten und es habe nie jemandem etwas getan. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet und angezeigt. Das Anbinden des Ponys Betty muss in der Zeit von Sonntag, 21.30 Uhr, bis Montag, 8.30 Uhr, stattgefunden haben.

Menschen entsetzt über solches Verhalten

Auch auf Facebook zeigten sich die Menschen entsetzt: „Unfassbar, ich hoffe, dass sich das arme Shetty wieder einigermaßen erholt“, schreibt eine Facebook-Nutzerin unter den Post von Andrea Westhoff. Sie hatte den Beitrag am Dienstagmorgen bei Facebook gepostet, um andere Tierbesitzer vorzuwarnen. Andrea Westhoff schreibt: „Bitte seid alle wachsam und passt gut auf eure Tiere auf!“ Eine Facebook-Nutzerin schreibt unter den Beitrag: „Das können nur zweibeinige Monster sein.“

„Tut in der Seele weh“

Ein zweites Pony, das ebenfalls in der Box steht, stand aufgeregt daneben. Es wurde aber nicht wie Betty angebunden. Beide Tiere sind durch den Wind und erholen sich langsam von dem Schock. „Es tut einem in der Seele weh, wenn man so etwas sieht“, sagt Andrea Westhoff gegenüber der Redaktion. Äußerlich sei nichts zu sehen an den Ponys, „Aber wer weiß, was da noch mit den Tieren gemacht wurde?“, fragt sich auch Andrea Westhoff.

Der Polizeimeldung nach wurde der Druckstift der Wasserpumpe vom Mechanismus des Troges entfernt, sodass das Pony nicht trinken konnte. Wie lange das Pony festgebunden war, ist nicht bekannt. Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise nimmt die Kripo in Ahaus entgegen, Tel. (02561) 9260.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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