Auch die Legdener Gemeindeverwaltung möchte sich in der „Nacht der Ausbildung“ interessierten Schülern präsentieren. Ob wegen der Corona-Lage persönlich oder digital, wird noch entschieden. © Markus Gehring
Haushalt

Unerhoffter Geldsegen für Legden – doch der ist mit Vorsicht zu genießen

Noch im Sommer sah es düster aus für den Haushalt der Gemeinde Legden. Doch das drohende Loch in der Stadtkasse ist verschwunden – allerdings hat die gute Nachricht einen Haken.

In der Ratssitzung Ende Juni noch wartete Kämmerer Jürgen Göckemeyer mit einer negativen Nachricht auf. Für das Gesamtjahr erwartete die Verwaltung ein Defizit in Höhe von 951.000 Euro. Innerhalb weniger Wochen aber hat sich der Wind gedreht. Nunmehr rechnet die Gemeinde mit einem Überschuss in Höhe von rund 600.000 Euro.

Während bei den Grundsteuern eine kleine Minderung gegenüber der ursprünglichen Planung zu erwarten ist, kalkuliert die Gemeinde bei den Steuerbeteiligungen bei der Einkommens- und der Umsatzsteuer geringfügige Erhöhungen. Der Bund gibt einen Teil seiner Einnahmen in diesem Bereich an die Kommunen weiter.

Die Gewerbesteuer gibt den Ausschlag

Besonders positiv aber ist die Entwicklung bei der Gewerbesteuer: Aktuell geht die Gemeinde von Einnahmen in Höhe von sechs Millionen Euro aus – das sind zwei Millionen Euro mehr als im ursprünglichen Planansatz. Bernd Benker von der Gemeindeverwaltung verwies im Rat darauf, dass für diesen Anstieg verschiedene Einmaleffekte ursächlich sind, beispielsweise die Veranlagung der Gewerbesteuer für mehrere Kalenderjahre. Sprich: In der Zukunft werden die Einnahmen an dieser Stelle möglicherweise geringer ausfallen.

Auf der anderen Seite bewegen sich die Aufwendungen im Rahmen der Haushaltsansätze. Hier sei derzeit mit keinen größeren Abweichungen zu rechnen, sagte Bernd Benker weiter. Aufgrund der deutlichen Verbesserung auf der Ertragsseite geht die Gemeinde von einem Jahresüberschuss in Höhe von 600.000 Euro aus.

Neue Gewerbegebiete sollen es richten

„Vor einigen Wochen sind uns noch düstere Prognosen mit auf den Weg gegeben worden“, sagte Berthold Langehaneberg (CDU). Man könne sich auf den guten Zahlen aber nicht ausruhen. Deswegen erneuerte er die Forderung nach der Ausweisung neuer Gewerbegebiete: „Das ist das A und O. Hier haben wir Entscheidungsmacht.“

Die Gemeinde in Person von Bürgermeister Dieter Berkemeier versicherte, dass sie das Thema auf dem Schirm habe. Aber das Gemeindeoberhaupt bremste allzu große Hoffnungen auf schnelle Resultate: „Wir sind in Grundstücksverhandlungen. Die gestalten sich mitunter schwierig.“

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